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Sex-Sekte statt "Smallville"? Allison Mack hinterlegt Millionenkaution

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Vorerst auf freiem Fuß: Allison Mack am Dienstag beim Verlassen des Gerichtsgebäudes in New York.

(Foto: imago/UPI Photo)

Der Fall einer Sex-Sekte, in die angeblich Allison Mack involviert ist, treibt immer obskurere Blüten. So wird der Schauspielerin nun vorgeworfen, sie habe auch Kollegin Emma Watson in die Sekte ziehen wollen. Trotzdem ist Mack frei - gegen eine hohe Kaution.

US-Schauspielerin Allison Mack ist vorerst auf freiem Fuß. Sie wird beschuldigt, ein hochrangiges Mitglied der angeblichen Sex-Sekte "NXIVM" zu sein und Frauen für diese rekrutiert zu haben. Der Star aus der Serie "Smallville" hinterlegte bei Gericht laut "Page Six" eine Kaution von fünf Millionen Dollar und stimmte einem Hausarrest in Kalifornien zu.

Die Vorwürfe gegen die 35-Jährige lauten offenbar auf Verschwörung zum Sexhandel und zur Zwangsarbeit. Die Schauspielerin muss dem Bericht zufolge bis zum Prozess eine Fußfessel tragen und darf keinen Kontakt zu anderen Mitgliedern der Sekte haben. Sie soll zunächst bei ihren Eltern in Kalifornien wohnen, die Kaution soll ebenfalls von ihrer Mutter kommen. Ohne Zustimmung darf Mack vorerst angeblich nicht einmal ins Internet.

Nach ihrer Verhaftung hatte Mack laut US-Medienberichten auf "nicht schuldig" plädiert. Die Schauspielerin soll Sektenführer Keith Raniere dabei geholfen haben, Opfer zu rekrutieren, die angeblich als Sex-Sklavinnen missbraucht wurden. Vor rund einem Monat wurde der Chef von "NXIVM" in Mexiko festgenommen. Auch dem 57-Jährigen wird Menschenhandel und Verschwörung zur Zwangsarbeit vorgeworfen.

"Unglaubliche Frauenbewegung"

Zu alledem wurde bekannt, dass Mack womöglich auch ihre Kollegin Emma Watson in den Kult locken wollte. So hatte Mack Anfang 2016 mehrfach versucht, die als Hermine in den "Harry Potter"-Filmen berühmt gewordene Britin via Twitter zu kontaktieren.

Damals machten Macks Tweets sicher einen unverfänglichen Eindruck. Vor dem Hintergrund der aktuellen Vorwürfe gegen sie erscheinen die Nachrichten jedoch in einem anderen Licht. "Ich bin eine Schauspielerin wie du und bin Teil einer unglaublichen Frauenbewegung, von der ich glaube, dass sie dir gefallen könnte", schrieb Mack damals unter anderem.

Später versuchte Mack noch mehrfach Kontakt aufzunehmen. "Da ich ebenfalls Schauspielerin bin, verstehe ich deine Vision und das, was du in der Welt sehen möchtest, so gut", heißt es unter anderem in zwei Tweets aus dem Februar 2016.

Watson ist bekannt als engagierte Aktivistin für Frauen- und Menschenrechte. Es ist nicht bekannt, ob sie sich jemals bei Mack gemeldet hat.

Quelle: ntv.de, vpr/spot