Unterhaltung

Opfer von Altersdiskriminierung? Madonna tobt über Häme nach Grammy-Auftritt

394496258.jpg

Ob dieses Foto wohl ohne langes Objektiv gemacht wurde? Madonna.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Artikel anhören
Diese Audioversion wurde künstlich generiert. Mehr Informationen zu unserer Vorlesefunktion finden Sie hier.
Wir freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Angebot. 

Viele Fans sind erschrocken, als sie Madonna bei der diesjährigen Grammy-Verleihung zu Gesicht bekommen. Die Sängerin will die Kritik an ihrem unnatürlichen Look jedoch nicht auf sich sitzen lassen und dreht den Spieß nun um. Sie werde diskriminiert, beklagt sie sich.

Mit ihrem Aussehen sorgt Madonna seit geraumer Zeit regelmäßig für Gesprächsstoff. Ihr jüngster Auftritt bei der Verleihung der Grammy-Musikpreise hat da nur ein weiteres Mal Öl ins Feuer gegossen. Schließlich ist die 64-Jährige inzwischen kaum noch wiederzuerkennen. Ihr Gesicht ist glattgezogen, ihre Lippen und Wangen sind dagegen unnatürlich prall. Im Netz sorgte das in den vergangenen Tagen für jede Menge Häme.

Darauf hat die Sängerin nun persönlich auf ihrer Instagram-Seite reagiert. So postete sie nicht nur ein Video mit Aufnahmen des Abends, an dem sie eine Show-Einlage von Sam Smith und der aus Deutschland stammenden Transfrau Kim Petras angekündigt hatte. Im zugehörigen Kommentar beschwert sie sich auch über die Kritik an ihrem eigenen Auftritt.

"Anstatt sich darauf zu fokussieren, was ich in meiner Rede gesagt habe, nämlich, Sam und Kim für ihren Mut zu danken, haben sich viele Leute dafür entschieden, nur über die Nahaufnahmen von mir zu sprechen", echauffiert sich die Sängerin. Zugleich liefert sie eine seltsame Erklärung für ihr Erscheinungsbild: Das lange Objektiv des Pressefotografen würde jedes Gesicht verzerren.

"You won't break my soul"

Doch Madonna holt noch weiter aus: Einmal mehr sei sie ein Opfer von Altersdiskriminierung und Frauenfeindlichkeit, beklagt sie sich. Sie lebe in einer Welt, "die sich weigert, Frauen über 45 zu feiern, und das Bedürfnis verspürt, sie zu bestrafen, wenn sie weiterhin willensstark, fleißig und abenteuerlustig sind".

Seit Beginn ihrer Karriere sei sie von den Medien herabgesetzt worden, platzt es aus Madonna weiter heraus. "Ich habe mich nie für die kreativen Entscheidungen entschuldigt, die ich getroffen habe, nicht für die Art, wie ich aussehe oder mich kleide und ich werde auch nicht damit anfangen." Vielmehr freue sie sich darauf, "den Weg zu bereiten, damit alle Frauen nach mir es in den kommenden Jahren leichter haben werden". Oder um es mit den Worten von Kollegin Beyoncé zu sagen: "You won't break my soul" ("Ihr werdet meine Seele nicht brechen").

Für ihre Ansage erhielt Madonna jede Menge Likes. Kim Petras ließ ebenso Herzchen da, wie Schauspielerin Carmen Electra Madonna als "Queen" hochleben ließ.

"Stell dir vor, du wärst du"

Andere Nutzerinnen und Nutzer äußerten sich dagegen deutlich kritischer zu den Ausführungen des Popstars. "Bitte spiel jetzt nicht die Karte mit der Altersdiskriminierung aus", lautete etwa ein Widerspruch. Vielmehr trage die Sängerin selbst zur Altersdiskriminierung bei. "Lass dir das von einer Frau in deinem Alter gesagt sein: Du tust nichts für die, die sich entschieden haben, ihr Alter mit Anmut zu akzeptieren. Stell dir vor, du wärst du, nicht so aufgeblasen - das würde wirklich etwas bedeuten."

Andere Nutzerinnen und Nutzer bemängeln dagegen, dass sich die Sängerin in Ausreden flüchte, anstatt der Wahrheit ins Auge zu blicken. Eine Kamera mit langem Objektiv verzerre nicht das Gesicht eines Menschen - "Operationen und Filler aber schon".

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 08. Februar 2023 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, vpr/spot

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen