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Protest gegen Johnson-Plan Amal Clooney gibt Regierungsamt auf

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Amal Clooney tritt von ihrem Posten als Sonderbeauftrage zurück.

(Foto: imago images / i Images)

Für die britische Regierung ist Amal Clooney als Sonderbeauftrage im Einsatz. Doch ein geplantes Gesetz stößt bei der Menschenrechtsaktivistin auf Kritik. Nun sieht sich die Ehefrau von Schauspieler George Clooney gezwungen, ihre Dienste für das Königreich einzustellen.

Amal Clooney steht zu ihren Prinzipien - auch wenn sie das den Job kostet. Wie nun bekannt wurde, tritt die britisch-libanesische Menschenrechtsanwältin und Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney von ihrem Amt als Sonderbeauftragte der britischen Regierung für Pressefreiheit zurück. Dies geht aus einem Brief der 42-Jährigen an Außenminister Dominic Raab hervor, der von Clooney verfasst und in der britischen "Daily Mail" veröffentlicht wurde.

In dem Schreiben heißt es, dass Amal Clooney stets stolz "auf den Ruf Großbritanniens als Verfechter der internationalen Rechtsordnung" gewesen sei sowie "auf die Kultur des Fairplay, für die es bekannt ist". Das geplante Binnenmarktgesetz der britischen Regierung könne die Staranwältin allerdings nicht gutheißen. Sie nennt die Pläne "bedauerlich", nicht zuletzt, da das Gesetz "nach eigenem Eingeständnis der Regierung im Falle seiner Verabschiedung 'internationales Recht verletzen würde'".

Die britische Regierung arbeitet derzeit an einem neuen Binnenmarktgesetz, das den 2019 mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag zum Teil aushebeln würde. Brüssel fordert eine Rücknahme der umstrittenen Klauseln bis Ende September. London treibt die Verabschiedung dennoch voran.

Für sie als Sonderbeauftragte sei es "unhaltbar, [...] andere Staaten dazu zu drängen, internationale Verpflichtungen zu respektieren und durchzusetzen, während das Vereinigte Königreich erklärt, dass es selbst nicht die Absicht hat, dies zu tun", schreibt Clooney in ihrem Brief. Der Anwältin, Ehefrau und Mutter zweier Kinder bleibe daher nichts anderes übrig, als von meinem Amt zurückzutreten".

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/spot