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Dreimal 30 Punkte abgeräumtAnna-Carina Woitschack gewinnt die 19. Staffel von "Let's Dance"

30.05.2026, 01:02 Uhr
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Anna-Carina-Woitschack-Saengerin-und-Evgeny-Vinokurov-Profitaenzer-freuen-sich-im-Finale-der-RTL-Tanzshow-Let-s-Dance-im-Coloneum-ueber-den-Sieg
Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov freuen sich im Finale der RTL-Tanzshow "Let's Dance" im Coloneum über den Sieg. (Foto: picture alliance/dpa)

Emotionale Tänze und 30 Punkte am Fließband: Im Finale der 19. "Let's Dance"-Staffel kratzen alle drei Tanzpaare an der Perfektion. Am Ende ist es das knappste Ergebnis in der Geschichte der Sendung.

Die Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack ist Siegerin von "Let's Dance". Im Finale der RTL-Tanzshow hat sich die 33-Jährige gegen ihre beiden Kontrahenten Joel Mattli und den Sänger Milano durchgesetzt. An der Seite von Profitänzer Evgeny Vinokurov gelang es Woitschack sogar in allen drei vorgeschriebenen Tänzen 30 Punkte von der Jury zu erhalten, das ist die Höchstwertung. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von der Freestyle-Darbietung des Tanzpaares. In der Choreographie würdigte die Schlagersängerin ihre Familie, die seit vielen Generationen ein Puppentheater betreibt.

Joel Mattli, der als starker Favorit in die Staffel gestartet war, landete am Ende auf Platz drei. Seine drei Finaltänze mit Malika Dzumaev wurden von der Jury mit insgesamt 87 Punkten bewertet. Sänger Milano übertrumpfte ihn knapp mit 88 Punkten.

Für jedes Paar standen jeweils drei Tänze an: Ein Jurytanz, ein Lieblingstanz aus der aktuellen Staffel sowie ein Final-Freestyle. Woitschack machte den Auftakt mit ihrem Tanzpartner Evgeny Vinokurov und einem Quickstep zur Rihanna-Nummer "Umbrella". Die Jury hatte rein gar nichts zu bemängeln - gleich zum Start des Finales wurden 30 Punkte vergeben, Jorge González zückte sogar ungeniert seine goldene Banane!

Ganz klar: Toppen konnten im Anschluss weder Milano und Marta Arndt noch Joel Mattli und Malika Dzumaev diese Maximalausbeute. Das erstgenannte Paar war als erstes an der Reihe und legte einen Tango zu "Integración" von Fabio Hager aufs Parkett. Auch hier wurde begeistert attestiert: Doppelte Gänsehaut bei Motsi Mabuse und "hormonale" Schnappatmung bei Jorge, der sich allein vom Zuschauen des feurigen Tanzes prompt scheinschwanger wähnte. Apropos: Selbst Joachim Llambi war Feuer und Flamme, was nur eine Punktzahl bedeuten konnte - die nächsten 30 Punkte.

Den Erwartungsdruck senkte das natürlich nicht für Mattli und Dzumaev bei ihrem Quickstep zu "Wonderwall". Standing Ovations gab es aber auch für sie vom Publikum und der Jury, Llambi konnte "nicht einmal mit der Lupe etwas" zum Kritteln finden. Soll heißen: Die nächsten 30 Punkte und damit ein perfekter Gleichstand nach Runde eins.

Konnte das anschließende Segment mit den jeweiligen Lieblingstänzen dieses Niveau halten? Konnte es: Woitschack kehrte mit ihrem Paso Doble aus Show acht zurück, den sie mit Vinokurov zu "Malagueña" von Paco de Lucia performte. Für Llambi war es der beste Tanz, den er in dieser Staffel gesehen hat, und schwärmte: "Wenn du mit diesem Tanz die Leute nicht überzeugt hast, dann weiß ich auch nicht mehr, was wir noch machen sollen - dann können wir nach Hause gehen." Also erneut perfekte 30 Punkte.

Als Lieblingstanz wiederholten Joel Mattli und Malika Dzumaev ihren Contemporary aus Show fünf - getanzt zu "Ordinary" von Alex Warren. Der Jury gingen zu diesem Zeitpunkt langsam die Superlative aus - der nächste 30-Punkte-Tanz.

Nun standen Milano und Marta Arndt unter Zugzwang. Als seinen Lieblingstanz hat er aus Show acht eine Samba zu "Sua Cara" von Major Lazer, Anitta und Pabllo Vittar mitgebracht. Eine durchaus mutige Wahl, da sie damit beim ersten Mal "nur" 25 Punkte eingefahren hatten. Und dann fielen um 22:30 Uhr doch noch die ersten kritischen Worte von Joachim Llambi. Dennoch büßten sie letztendlich nur ein einziges Pünktchen ein - 29 Zähler!

Freestyle als Zünglein an der Waage

Danach lag der Ball sogleich wieder bei Mattli und Dzumaev. Als Thema für ihren Final-Freestyle hatten sie sich "Elvis" ausgesucht. Auf der Setlist standen "Blue Suede Shoes", "That's All Right", "Can't Help Falling in Love" und "A Little Less Conversation". Ein Programm, das Showcharakter und tänzerische Präzision gleichermaßen verlangte - und auch geliefert wurde. Zwar keine 30, aber sehr gute 27 Punkte gab es dafür.

Seinen Final-Freestyle gestaltete das Paar Woitschack und Vinokurov derweil unter dem ungewöhnlichen Motto "Puppenspieler" und mit einer musikalischen Auswahl, die von "Enter the Circus" über "Hanging Tree" und "Master of Puppets" bis hin zu "One Day I'll Fly Away" reichte. Die Jury war von diesem wilden Mix regelrecht sprachlos und im positiven Sinne den Tränen nahe. "Für mich hast du alles erreicht. Ob du heute gewinnst oder nicht", lautete der Ritterschlag von Llambi. Am Ende standen sie für Woitschack folgerichtig auf dem Tableau: die dreifachen 30 Punkte und damit ein makelloses Finale.

Womit der letzte Tanz des diesjährigen Finales Milano und Marta Arndt gebührte. Den Abschluss bildete ihr Final-Freestyle unter dem Motto "Spiderman" mit den Songs "Spiderman Theme", "Spiderman OST" und "Hero". "Du hast auch wie ein Hero getanzt", freute sich González. Auch Llambi hatte einen würdigen Abschlusstanz der 19. Staffel gesehen. Einzig Mabuse verhagelte ihnen die Maximalwertung, 29 Punkte wurden es aber.

Um kurz nach Mitternacht war er gekommen, der Moment der Entscheidung. Daniel Hartwich und Victoria Swarovski bekamen für die Verkündung die Unterstützung vom letztjährigen "Dancing Star" San Diego Pooth, der die Umschläge mit den Wahlergebnissen bereitstellte.

Zunächst wurde natürlich der Bronzeplatz enthüllt. Dieser wurde Joel Mattli und Malika Dzumaev zuteil, die ihre Enttäuschung nicht ganz verbergen konnten. Somit entschied es sich am Ende zwischen Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov sowie Milano und Marta Arndt. Es sei die knappste Entscheidung der "Let's Dance"-Geschichte gewesen, sagte noch Swarovski, ehe nach einer aufreizend langen Spannungspause Woitschack zum "Dancing Star" gekürt wurde. Alles andere wäre nach einem perfekten Finale auch schwer zu verargumentieren gewesen - und Llambi hätte vor Wut wohl ins Tanzparkett gebissen.

Quelle: ntv.de, toh/lst/spot

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