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Beckham steht 12 Stunden an Anstellen zum Abschied von Queen ausgesetzt

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Als die Warteschlange auf über acht Kilometer Länge anwächst, wird es der Regierung zu bunt.

(Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

Um von der Queen Abschied zu nehmen, stellen sich Zigtausend Menschen in London in eine Warteschlange. Nachdem diese auf mehrere Kilometer Länge anwächst, zieht die Regierung die Reißleine und verkündet einen Anstell-Stopp. Dennoch strömen weiter Menschen ans Ende der Schlange.

Elizabeth II. war eine Königin der Superlative und auch die Trauer um sie nimmt riesige Dimensionen an: Wegen des enormen Andrangs durften sich am Nachmittag in London vorerst keine weiteren Trauernden in die Warteschlange stellen, um von der in Westminster Hall aufgebahrten Queen persönlich Abschied zu nehmen. Dies gelte für mindestens sechs Stunden, erklärte die Regierung. Der neue König Charles III. schloss derweil seine Reise durch alle Landesteile mit einem Besuch in Wales ab.

In dem Park am Ende der Warteschlange sei kein Platz für weitere Menschen mehr, teilte die Regierung mit. Daher dürften sich mindestens sechs Stunden lang keine weiteren Menschen mehr für einen Blick auf den Sarg der Queen anstellen. Dennoch strömten weiter Menschen zum Ende der Warteschlange.

Auch Prominente wollen einen Blick auf den Sarg von Queen Elizabeth II. erhaschen. Am Freitag reihte sich Ex-Fußballstar David Beckham in die kilometerlange Warteschlange vor der Westminster Hall ein. Er habe sich um 2 Uhr nachts angestellt und rund zwölf Stunden gewartet, sagte der 47-Jährige dem Sender Sky News. Er sei da, um die "besondere" Queen zu ehren. "Es ist ein trauriger Tag, aber ein unvergesslicher", sagte Beckham. "Ich hatte das Glück, dass ich einige Momente in meinem Leben hatte, um mit Ihrer Majestät zusammen zu sein."

Wartezeit von 14 Stunden

Elizabeth II. war am Donnerstag vergangener Woche im Alter von 96 Jahren in ihrer schottischen Residenz Balmoral gestorben. Am Dienstag wurde ihr Sarg nach London gebracht, seit Mittwoch ist er in der Westminster Hall in London aufgebahrt. Schon Tage vorher hatte sich eine lange Schlange vor dem Aufbahrungsort gebildet, bis Freitagmorgen wuchs sie auf rund acht Kilometer an. Die Wartezeit betrug damit mindestens 14 Stunden.

Die Trauerfeier für die Queen, das erste Staatsbegräbnis in Großbritannien seit mehr als 60 Jahren, findet am Montag in der Londoner Westminster Abbey statt. Dazu werden rund 2000 Gäste erwartet, darunter hochrangige Mitglieder anderer Königshäuser und Staatsoberhäupter aus aller Welt wie US-Präsident Joe Biden, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der japanische Kaiser Naruhito.

Der 85 Jahre alte Papst Franziskus lässt sich vom Vatikan-Außenminister Paul Gallagher vertreten, wie der Kirchenstaat mitteilte. Die Beisetzung von Elizabeth II. findet am Montagabend im Familienkreis auf Schloss Windsor statt.

Die Trauerfeierlichkeiten werden von einem riesigen Sicherheitsaufgebot begleitet. Für Beunruhigung sorgte am Morgen ein Messerangriff im Zentrum von London, bei dem zwei Polizisten verletzt wurden. Einer von ihnen habe "lebensverändernde" Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit. Auch der Angreifer kam ins Krankenhaus. Einen Terrorhintergrund schloss die Polizei aus.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP/dpa

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