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Aufruhr in Florida Anwohner wollen Trump nicht als Nachbarn

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Trumps neue Wahlheimat: Der Mar-a-Lago Club.

(Foto: imago images/MediaPunch)

130 Nächte hat Donald Trump in diesem Jahr in seinem Golfresort in Florida verbracht. Nach seiner Amtszeit möchte der scheidende US-Präsident endgültig nach Mar-a-Lago ziehen. Seine neuen Nachbarn sind davon jedoch alles andere als begeistert.

Im kommenden Monat endet die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA, und damit steht auch sein Auszug aus dem Weißen Haus an. Ein Umzug nach Palm Beach, Florida, könnte folgen. Die dortigen Anwohner wollen das verhindern und haben nun einen Brief an die Stadt geschrieben, in dem sie fordern, dass der derzeit amtierende Präsident nicht dauerhaft in sein Anwesen Mar-a-Lago ziehen soll. Das berichtet unter anderem die britische "Daily Mail".

Trump hat bereits im vergangenen Jahr seine offizielle Anschrift von Trump Tower in New York zu dem Anwesen Mar-a-Lago geändert. Dabei verstoße ein permanenter Einzug in die Villa gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 1993, schreibt die Zeitung. Der Unternehmer wandelte das Anwesen damals in einen Privatclub um, um es für sich rentabler zu machen. Die Stadt Palm Beach verlangte im Gegenzug von ihm, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die besagt, dass kein Clubmitglied länger als sieben Nächte am Stück in der Villa nächtigen dürfe. Würde Trump nun also Mar-a-Lago beziehen, würde er diese Vereinbarung brechen.

Ihm selbst werden in der Vereinbarung 21 Tage zugestanden. Doch der US-Präsident nächtigte bereits in diesem Jahr rund 130 Tage in der Villa. An diesen Tagen kam es aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen zu Schließungen von Straßen und Staus. Auch seine Helikopterreisen, die eigentlich ebenfalls nicht gestattet sind, sorgten für Aufruhr. Die Nachbarn rund um Mar-a-Lago möchten solche Unannehmlichkeiten in Zukunft nicht dauerhaft dulden.

"Not Wanted"-Schmähplakate

Der Umzug des gebürtigen New Yorkers nach Florida liegt wohl auch daran, dass er bei den Bürgern seiner Heimatstadt während seiner Präsidentschaft in Ungnade gefallen ist. Besonders seit der Corona-Pandemie fühlen sie sich von ihm im Stich gelassen. Das Ergebnis: Bei der vergangenen Wahl setzte sich der Demokrat Joe Biden im gesamten Bundesstaat als auch in New York City locker gegen den Republikaner durch. Sogar in Manhattan, wo Trump lebte, bevor er Präsident wurde, stimmte jeder einzelne Wahlbezirk für Biden.

Ähnlich wie Trump geht es auch seiner Tochter Ivanka Trump und ihrem Mann Jared Kushner. Dass das Ehepaar nach seiner Amtszeit nicht versuchen sollte, wieder in New York Fuß zu fassen, hatte sich zuletzt abgezeichnet. In einem Nobelrestaurant wurden sie ausgebuht, in Manhattan wurden "Not Wanted"-Schmähplakate mit Ivanka Trumps Gesicht verteilt. Sie sollen ein 30-Millionen-Dollar-Anwesen auf der geschlossenen Insel Indian Creek Island in Florida gekauft haben.

Auch die "New York Times" sprach sich gegen eine Rückkehr der ehemaligen High-Society-Familie aus. Ein Kolumnist warf ihnen vor, zu sehr hinter Präsident Trumps von Hass erfüllten Zielen zu stehen. Ivanka Trump und Jared Kushner seien "Mitch McConnell nach einem Makeover, Ted Cruz, nachdem er auf einer Charme-Schule war und Mike Pompeo mit einem strengeren Fitnessprogramm". Dem Paar schlug er vor, stattdessen lieber nach Nordkorea, Saudi-Arabien oder nach Russland zu ziehen.

Quelle: ntv.de, lri/spot