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Ihre Freundschaft und ihr gemeinsamer Kampf sind vorbei: Asia Argento (l.) und Rose McGowan im März 2018.
Ihre Freundschaft und ihr gemeinsamer Kampf sind vorbei: Asia Argento (l.) und Rose McGowan im März 2018.(Foto: imago/Independent Photo Agency)
Mittwoch, 19. September 2018

"MeToo"-Streit eskaliert: Asia Argento verklagt Rose McGowan

Ihrem gemeinsamen Anliegen, Missbrauchsfälle in Hollywood aufzudecken, erweisen Asia Argento und Rose McGowan einen Bärendienst. Die Aushängeschilder der "MeToo"-Bewegung sind sich inzwischen spinnefeind. Ihre Fehde tragen sie nun juristisch aus.

Rose McGowan und Asia Argento sind zwei der lautesten Stimmen der "MeToo"-Bewegung. Gemeinsam kämpften sie gegen den gefallenen Filmmogul Harvey Weinstein. Doch ihre Freundschaft ist nun offenbar ein für alle Mal beendet. Nachdem Belästigungsvorwürfe gegen Argento aufgetaucht waren, stellte sich McGowan gegen ihre Schauspielkollegin. Diese hat nun offensichtlich Klage eingereicht.

"An Rose McGowan", schrieb Asia Argento jetzt bei Twitter. "Die 24-Stunden-Deadline, um deine falschen Aussagen gegen mich zu widerrufen, ist nun abgelaufen." Deshalb habe sie die Anwaltskanzlei Mishcon de Reya eingeschaltet. McGowan und ihr Freund Rain Dove würden schon bald von den Anwälten hören und mit der Forderung nach "beträchtlichen Schadenersatzleistungen für Täuschung, Betrug, Nötigung und Verleumdung" konfrontiert sein.

Argento: "Schreckliche Lügen"

Wie ist es zu dieser Eskalation gekommen? Die "New York Times" hatte im August berichtet, der heute 22-jährige Schauspieler Jimmy Bennett beschuldige Argento, ihn im Alter von 17 Jahren sexuell belästigt zu haben. Die 42-Jährige bestreitet dies, doch es scheinen mehrere Hinweise vorzuliegen, die zumindest eine Liaison der Darstellerin mit ihrem deutlich jüngeren Kollegen belegen. So kursierte etwa ein Selfie, das offenbar Argento mit dem jugendlichen Bennett im Bett zeigt.

McGowan wiederum erklärte Ende August, Dove habe ihr von mehreren SMS erzählt, die er von Argento erhalten habe. In ihnen habe Argento bestätigt, mit dem damals minderjährigen Bennett geschlafen zu haben. McGowan habe Dove sogar ermutigt, die SMS an die Polizei zu übergeben.

Am Montag hatte Argento ebenfalls via Twitter verkündet, sie gebe McGowan 24 Stunden Zeit, um die "schrecklichen Lügen", die sie in ihrem Statement vom 27. August verbreitet habe, zurückzuziehen und sich zu entschuldigen. In dem Tweet hatte die Schauspielerin bereits "rechtliche Schritte" in Aussicht gestellt, sollte McGowan auf ihre Forderung nicht eingehen.

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Quelle: n-tv.de