Auftritte werden verschobenTorsten Sträter macht Tumordiagnose öffentlich

Im Januar sagt Torsten Sträter geplante Auftritte bis Ende März ab - krankheitsbedingt. Nun verschiebt er weitere Termine und macht gleichzeitig publik, dass bei ihm ein Tumor gefunden wurde.
Seit Jahren zählt Torsten Sträter zur Speerspitze der deutschen Comedy-Szene. Umso größer die Enttäuschung bei seinen Fans, als der Comedian im Januar mehr als 20 Termine seiner "Mach mal das große Licht an"-Tour absagt. Eine Erkrankung zwinge ihn zu einer dreimonatigen Zwangspause, verkündete Sträter damals. Er erklärte aber nicht näher, um welche gesundheitlichen Probleme es sich handelt.
Weil der 59-Jährige in der Vergangenheit seine Depressionen immer wieder offen thematisiert hat, vermuteten viele seiner Fans psychische Probleme hinter den verschobenen Terminen. Nun aber meldet sich Sträter mit einem aktuellen Statement auf seiner Homepage und sorgt für Aufklärung. Allerdings hat er keine guten Nachrichten: "Hallo, hallo, hier schreibt Torsten Sträter. Leider können die Auftritte für den Monat April noch nicht stattfinden und werden verschoben." Er wisse, dass sich viele in den letzten Monaten gefragt hätten, was mit ihm los sei. Diese Menschen könne er nun "einerseits beruhigen", wie er erklärt: "Es sind keine Depressionen." Doch "dummerweise" sei bei ihm stattdessen ein Tumor entdeckt worden: "Meine gesundheitlichen Probleme sind also eher physischer Natur."
"Glücklicherweise befinde ich mich in den Händen überaus fähiger Ärztinnen und Ärzte. Dies führt natürlich dazu, dass ich seit Wochen sehr engmaschig und kompetent behandelt werde, und zwar so intensiv, dass ich kaum die Möglichkeit hätte, meine geliebten Auftritte wahrzunehmen", erklärt Sträter weiter. Er hoffe aber, dass es im Mai "schon ganz anders aussieht". Da möchte er sein Publikum wiedersehen und freue sich bereits sehr darauf.
Bart rieselt auf den Pullover
Sein Schweigen der letzten Wochen erklärt der Comedian damit, dass es einfach in der Natur der Sache läge, "dass derartige Erkrankungen dazu führen, dass man sich um nichts anderes kümmert und erst einmal für nichts anderes einen Kopf hat". Darüber hinaus wolle er sich nun nicht weiter zu seiner Diagnose oder seinem aktuellen Gesundheitszustand äußern und bitte dafür um Verständnis. "Ich möchte zudem herzlich darum bitten, meine Privatsphäre zu achten. Es ist auch nicht nötig, mir alternative Behandlungsmethoden anzubieten - ich bin schon froh, dass ich das alles bis hierhin sehr gut vertragen habe. Wenn man davon absieht, dass mir mein kompletter Bart auf den Pullover rieselte. Der wächst aber gerade nach, und vermutlich werden Bärte generell überschätzt."
Mit Blick auf die geplanten Auftritte im Mai witzelt Sträter: "Und bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass ich in meiner Show aus Erholungsgründen statt der üblichen drei Stunden vielleicht lediglich zwei Stunden vierzig spiele."