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Erstes Interview nach Schuss Baldwin beteuert: "Habe nicht abgedrückt"

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In dem Interview sagte Baldwin, dass er "keine Ahnung" habe, wie die scharfe Munition ihren Weg in die Waffe fand.

(Foto: REUTERS)

Wie hat sich der tödliche Schuss auf Kamerafrau Halyna Hutchins am "Rust"-Set gelöst? Während die Polizei noch ermittelt, schildert Schauspieler Alec Baldwin erstmals seine Sicht der Dinge. In einem zweiminütigen Interviewausschnitt fließen bei dem Hollywood-Star Tränen, als er über die Getötete spricht.

Nach dem tödlichen Schuss bei einem Western-Dreh hat Hollywood-Star Alec Baldwin in einem Interview mit dem US-Sender ABC über den Vorfall gesprochen. Das einstündige Interview sollte am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlt werden. Der Sender veröffentlichte vorab knapp zwei Minuten aus dem Gespräch, in denen der 63-Jährige auch in Tränen ausbricht.

Die bei dem Vorfall getötete Kamerafrau Halyna Hutchins sei von allen geliebt und bewundert worden, sagte der Schauspieler und Produzent dem Moderator George Stephanopoulos. Baldwin könne es immer noch nicht glauben, dass dies passiert sei. Bei dem Dreh für den Western "Rust" auf einer Filmranch in Santa Fe (New Mexico) wurde am 21. Oktober Hutchins tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza an der Schulter getroffen. Hauptdarsteller Baldwin hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene benutzt.

In dem Interview-Auszug beteuerte Baldwin, dass er den Abzug nicht bedient habe. "Es wurde nicht abgedrückt, ich habe nicht abgedrückt." Er würde niemals mit einer Waffe auf eine Person zielen und abdrücken. Er habe "keine Ahnung", wie die scharfe Munition ihren Weg in die Waffe fand. Jemand müsse die Waffe mit scharfer Munition geladen haben. Mit einer Kugel, "die sich nicht einmal auf diesem Grundstück befinden sollte", sagte Baldwin. Eine Erklärung für den Todesschuss gab es in dem knapp zweiminütigen Video nicht. Die noch laufenden Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Die Polizei prüft derzeit, wie es dazu kommen konnte.

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Baldwin selbst wurde nach dem tödlichen Vorfall mehrfach verklagt. Die Drehbuch-Aufseherin Mamie Mitchell, die nach dem Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins den Notruf gewählt hatte, wirft dem Hauptdarsteller und Produzenten des Films in ihrer Klage vor, Sicherheitsvorkehrungen missachtet zu haben. So habe Baldwin anderen vorsätzlich körperlichen und seelischen Schaden zugefügt.

"Die Ereignisse, die zum Abfeuern einer geladenen Waffe durch Herrn Baldwin führten, stellen keine einfache Fahrlässigkeit dar", sagte Mitchells Anwältin Gloria Allred vor Journalisten in Los Angeles. "Stattdessen entschied sich Herr Baldwin unserer Meinung nach dazu, Russisches Roulette zu spielen, als er eine Waffe abfeuerte, ohne sie zu überprüfen und ohne die Waffenmeisterin dies in seiner Gegenwart tun zu lassen." Sein Verhalten und das der anderen Produzenten des Western "Rust" sei "rücksichtslos" gewesen, sagte Allred. Kurz zuvor hatte der Chefbeleuchter des Filmsets Baldwin Mitte November verklagt.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/AFP

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