Unterhaltung

Von Depressionen bis Corona Beim Grimme-Preis geht es ernst zu

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Auch Kurt Krömer zählt zu den Preisträgern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Okay, auch Joko Winterscheidts Quizformat "Wer stiehlt mir die Show?" wird ausgezeichnet. Doch vor allem gehen die Grimme-Preise in diesem Jahr an TV-Projekte, die sich an ernste Themen herangewagt haben. Dazu zählt zum Beispiel auch "Chez Krömer".

Depressionen, Angststörungen, Corona-Pandemie, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit: Der Grimme-Preis honoriert in diesem Jahr besonders Projekte, die sich mit tiefgehendem Themen beschäftigt haben.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Im Wettbewerb Unterhaltung wird unter anderem die Folge von "Chez Krömer" mit Torsten Sträter als Gast ausgezeichnet. Darin reden Kurt Krömer und der Comedian über ihren Umgang mit den eigenen Depressionen - für Krömer war es das erste Mal, dass er so offen über die Erkrankung gesprochen hatte.

In derselben Kategorie zeichnete die Jury auch die "Freitagnacht Jews", die mit Daniel Donskoy vom jüdischen Leben in Deutschland berichten, sowie die Quizsendung "Wer stiehlt mir die Show?" von und mit Joko Winterscheidt aus.

Zwei Preise für Bjarne Mädel

Im Bereich Fiktion darf sich Bjarne Mädel gleich zweimal freuen: Er erhielt eine Auszeichnung für den Fernsehfilm "Geliefert", in dem er einen alleinerziehenden Paketboten spielt. Zudem wird sein Regiedebüt "Sörensen hat Angst" ausgezeichnet, in dem es um einen Polizeikommissar mit einer Angststörung geht.

Weitere Preisträger der Kategorie sind "Die Ibiza-Affäre" über den österreichischen Polit-Skandal um FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache sowie die Mini-Serie "Tina mobil" über eine dreifache Mutter aus Pankow, "die partout nicht aufgeben will". Außerdem wird die Folge "Sabine" aus der Krimireihe "Polizeiruf 110" geehrt, in dem sich eine alleinerziehende Mutter mit Geldsorgen auf einen Rachefeldzug begibt.

Verleihung im August

Im Wettbewerb Information & Kultur wird die Journalistin Katrin Eigendorf für ihre Reportagen über Frauen und Mädchen in Afghanistan ausgezeichnet. Zudem die Serie "Charité intensiv: Station 43", die die Uniklinik während der Corona-Pandemie begleitete. Auch die Dokumentation "Hanau - Eine Nacht und ihre Folgen", der Dokumentarfilm "Oeconomia" über die Regeln des Kapitalismus und die Doku "Schwarze Adler" über Rassismus in der deutschen Fußballnationalmannschaft erhalten Preise.

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Bjarne Mädel räumt doppelt ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Publikumspreis der Marler Gruppe geht ebenfalls an eine Serie, die sich mit psychischen Krankheiten auseinandersetzt: In "The Mopes" spielt Nora Tschirner die Verkörperung einer Depression. Eine besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes erhält zudem Anke Engelke für ihre "innovative Kreativität und geistreiche Wandlungsfähigkeit" im Fernsehen.

Der Grimme-Preis wird am 26. August im Theater Marl in Nordrhein-Westfalen verliehen.

Quelle: ntv.de

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