So kriegen Sie Ihr Fett weg Bikinifigur - jetzt geht noch was

Der Sommer ist endlich da, die Hüllen sollen fallen gelassen werden, aber was sich da der Sonne entgegenreckt löst ganz oft Alarm aus. Diät-Alarm! Was tun auf die Schnelle? Also, Ernährung, Minusgrade und Sport schaden nie!
Stars räkeln sich jetzt wieder durch die bunten Gazetten und nicht nur, dass sie unseren Neid schüren, weil sie bereits dort sind, wo wir auch gerne wären - am Strand - nein, sie sehen auch noch so unverschämt gut aus. Dass das nicht ganz ohne Hilfe oder Diät möglich ist, machen wir uns in den seltensten Fällen klar, aber so ist es. Garantiert - und alle schummeln.
"Dadbod" und "Mombod" sind ein neuer Trend, das mag sein, aber wie fast immer ist es einfach so, dass "Trends" ganz simpel aus der Not heraus geboren zur Tugend erklärt werden. Anders sind die Fotos von "Muffin-Tops" (über den Hosenbund quellende Hüften), schwangerschaftsgebeutelten Bäuchen oder Achselhaar-Selfies mit hängendem Oberarmfleisch auf Instagram und Co. auch nicht zu erklären. Einhellig herrscht jedoch die Meinung in der Modewelt, dass Magermodels zwar out sind - out sein müssen! - aber auch, dass die Rubens-Mädels ebenfalls nicht dauerhaft zur Stil-Ikone oder gar zum Vorbild taugen. Es geht darum, weder im einen noch im anderen Extrem zu verharren. Es geht um Gesundheit und Selbstbewusstsein.
Viele Frauen leiden unter ihren Fettpolstern und Cellulite besonders. Nun sind die unschönen Dellen meist Veranlagung und haben nicht unbedingt etwas mit Übergewicht zu tun, aber auch. "Die Fettpolster der Unterhaut sind bei Frauen so strukturiert, dass Cellulite entstehen kann", erklärt Dermatologe Dr. Christoph Liebich aus München. "Diese Struktur ist hoch empfänglich für Wassereinlagerungen und reagiert vor allem auch auf Gewichtszunahme." Wer einige Kilogramm zulege, dessen Haut dehne sich, "sie saugt sich förmlich mit Lymphflüssigkeit voll".
Gerade Sport und Bewegung sind deshalb besonders wichtig, wenn es darum geht, Orangenhaut vorzubeugen. "Wenn weniger Fett unter der Haut steckt, macht das den Flüssigkeitsabfluss leichter." Außerdem werde durch Bewegung die Durchblutung gefördert, was zu einer Verbesserung des Hautbildes führe.
Peelings, Vereisung und gesunde Ernährung
Gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen Cellulite. Neben zucker- und fettarmer Kost sei es vor allem sinnvoll, "Gemüse und Obst in bunten Formen zu essen. Die sekundären Pflanzenstoffe und die Farbstoffe sind gut für die Hautstruktur". Zuckerhaltige Fruchtsäfte und Alkohol sind tabu, ausreichend Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees hingegen unterstützen eine glatte Hautoberfläche. Vorsicht auch bei Nikotin: Bei Rauchern ist "die Durchblutung der Haut vermindert". Außerdem verschlechtert Rauchen den Flüssigkeitsabtransport und die Heilsituation der Haut.
Dellen in der Haut wird man zwar nicht mehr komplett los, trotzdem kann man ihre Erscheinung abschwächen. "Lymphdrainagen und Saug-Druck-Massagen können die Hautstruktur optimieren." Jedoch nur so lange die Therapie auch fortgesetzt wird.
Auch Peelings und Haut-Massage-Roller können Abhilfe schaffen, da sie die Oberflächenstruktur der Haut verbessern, solange die Produkte dauerhaft angewendet werden. Spezielle Anti-Cellulite-Cremes sind laut Liebich zwar durchblutungsfördernd, "wissenschaftlich nachgewiesen ist der Nutzen aber selten."
Das ist ja cool
Wer sein Fett etwas "inaktiver" wegkriegen möchte, hat seit einiger Zeit aber auch die Möglichkeit, die überflüssigen Pfunde "wegeisen" zu lassen. Und das ohne Operation. Die Rede ist von Kryolipolyse, einem Verfahren zur dauerhaften Reduktion von Fett. "Hier geht es um das hartnäckige Fett, das trotz Sport oder Diät nicht weggehen will", erklärt Dr. Olaf Kauder aus Berlin. "Mit dieser Technologie kann man mit gezielter Kühlung Fettzellen beseitigen. Haut und andere Zellen sind von der Methode nicht betroffen."
In den folgenden Wochen werden die vereisten und somit abgestorbenen Fettzellen auf natürliche Weise vom Körper abgebaut, die verbliebenen Fettzellen verdichten sich und die Fettschicht reduziert sich. "Tote Fettzellen sind tot und erneuern sich nicht mehr, was eine dauerhafte Erschlankung verspricht", so Dr. Kauder. Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist einer von drei Ärzten in Berlin, der dieses Verfahren anbietet. "Natürlich ist es noch immer so, dass wer schön sein will auch weiterhin leiden muss. Aber nicht so schlimm, wie man sich das vorstellt", erklärt er. Und nach ein paar Wochen ist das Fett wirklich weg? "Ja", lacht er, "und die blauen Flecken auch."
Auch interessant: Gesund zum Wunschgewicht
Nichtsdestotrotz: Auch bei dieser Methode heißt es danach nicht, dass unser Kalorienverbrauch jetzt verdoppelt werden kann: "Eine gesunde Ernährung und Bewegung werden dazu verhelfen, dass die Ergebnisse des Fett-Wegeisens stabil bleiben", so Kauder.
Und wenn dann alles schön in Form ist: Bitte nicht mehr zu den Lieblings-Sommerdickmachern Eiscreme, Hugo, Aperol Spritz oder Tomate-Mozzarella greifen- die versteckten Kalorien lauern überall.