Unterhaltung

Präsident verdächtigt Filmstar Bolsonaro: DiCaprio schuld an Waldbränden

Zwischen August 2018 und Juli 2019 werden in Brasilien fast 10.000 Quadratkilometer Wald durch Brände zerstört. Präsident Bolsonaro glaubt, Nonprofit-Organisationen hätten die Feuer gelegt. Einen Hauptverantwortlichen sieht er in Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio.

Die Vernichtung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet schreitet so schnell voran wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Laut Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro soll Hollywood-Superstar Leonardo DiCaprio an den verheerenden Bränden im Amazonas-Gebiet schuld sein. "DiCaprio ist ein cooler Typ, nicht wahr? Er spendet Geld, um den Amazonas in Brand zu stecken", sagte Bolsonaro laut dem "Hollywood Reporter" bei einer Veranstaltung zu seinen Anhängern.

Damit spielt der ultra-rechte Bolsonaro auf die fünf Millionen US-Dollar (rund 4,5 Millionen Euro) Spenden an, die DiCaprio über seine Stiftung Earth Alliance verschiedenen Nonprofit-Organisationen zukommen ließ. Die Hilfsgelder sind dazu gedacht, die Folgen der Brände zu bekämpfen.

Bolsonaro beschuldigt diese Nonprofit-Organisationen, die Feuer selbst gelegt zu haben, um an Spendengelder zu gelangen. Die brasilianische Polizei hatte zuvor Büro-Räume der NGOs wegen dieses Verdachtes durchsucht. Auch wurden mehrere freiwillige Helfer festgenommen, befragt und später wieder entlassen.

Die Umweltpolitik Bolsonaros ist seit den Bränden in internationale Kritik geraten. Der 64-Jährige sieht großes Wirtschaftspotenzial im Amazonas und möchte große Flächen davon für die Landwirtschaft oder den Bergbau erschließen. Seine Kritiker werfen Bolsonaro vor, die massive Rodung und Abholzung zu ermutigen.

Quelle: ntv.de, mba/spot