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Nach Einigung der Karriereknick?Branche sieht Justin Baldoni und Blake Lively im Hollywood-Gefängnis

11.05.2026, 02:03 Uhr
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Hat ihr Marktwert gelitten: Blake Lively und Justin Baldoni. (Foto: BFA/Action Press / ddp/ZUMA)

Ein Rechtsstreit zwischen Blake Lively und Justin Baldoni wird abgeblasen. Die Hollywood-Karrieren beider scheinen jedoch angeknackst. Insider gehen davon aus, dass nach der öffentlichen Schlammschlacht keiner mehr mit den streitlustigen Schauspielern arbeiten will.

Ein monatelanger, öffentlich ausgetragener Streit zwischen Blake Lively und Justin Baldoni endet mit einer überraschenden Einigung. Die beiden Parteien haben vereinbart, dass zuvor verbliebene Ansprüche gegen Baldoni, Wayfarer Studios und weitere Parteien nicht mehr vor Gericht verfolgt werden sollen. Laut US-Berichten möchte die 38-jährige Schauspielerin allerdings weiterhin Anwaltskosten und Schadensersatz geltend machen. Mit dem Medienspektakel haben sich weder die Schauspielerin noch ihr Kollege einen Gefallen getan, vermuten mehrere Personen aus der Filmindustrie im Gespräch mit dem Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" (THR).

"Sie sind im Gefängnis. Beide von ihnen", erklärte ein hochrangiger Entscheidungsträger aus Studiokreisen. Gemeint ist damit keine tatsächliche Haft, sondern der Status der Karrieren von Lively und Baldoni. Genau diese Ansicht sei in einer inoffiziellen Befragung des Magazins von zahlreichen Agenten, Produzenten, Führungskräften bei Studios geteilt worden. Diese wurden gefragt, wie es mit den Karrieren der beiden weitergehen könnte. Dabei sei es nicht um das Talent von Baldoni oder Lively gegangen, sondern um die Auseinandersetzung, die über Monate durch die Medien geisterte. Der bereits zitierte Insider fragt: "Wer möchte mit Menschen arbeiten, die so weit gehen?"

Viele in der Branche sind demnach überzeugt, dass man in Hollywood ungern mit beiden arbeiten wird. Die meisten seien aber der Ansicht, dass es Lively etwas einfacher haben dürfte. Sie solle sich eine Auszeit genehmigen und mit Bedacht ihre nächste Rolle wählen, merkte ein leitender Angestellter an. "Wenn ich sie wäre, würde ich eine Schurkin spielen", habe einer gescherzt.

Nur noch drei statt zwölf Millionen

Der Rechtsstreit lief seit Dezember 2024. Lively hatte Baldoni vorgeworfen, dass es beim Dreh zu "Nur noch ein einziges Mal" zu sexueller Belästigung und nach den Arbeiten zu einer gezielten Rufschädigungskampagne gekommen sei. Baldoni klagte seinerseits auf 400 Millionen US-Dollar Schadensersatz, die Klage wurde jedoch im vergangenen Jahr abgewiesen.

Am 18. Mai sollte der Prozess beginnen, Anfang des Monats hatten die Anwälte beider jedoch ein gemeinsames Statement veröffentlicht. In diesem wurde mitgeteilt, dass man sich außergerichtlich geeinigt habe. Beide Parteien würden anerkennen, "dass der Entstehungsprozess Herausforderungen mit sich brachte, und [wir] sind uns bewusst, dass die von Frau Lively geäußerten Bedenken Gehör verdient haben", zitierte "Variety". "Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass dies einen Schlussstrich zieht und es allen Beteiligten ermöglicht, konstruktiv und in Frieden voranzuschreiten, einschließlich eines respektvollen Umfelds im Internet." Livelys Klage hatte zuvor an Substanz verloren. Ein Richter hatte zehn von 13 Klagepunkten gestrichen, darunter auch die Vorwürfe der sexuellen Belästigung.

Insider der Branche munkeln, dass Lively in jedem Fall drastisch an Attraktivität verloren haben dürfte. Die Einschätzung eines Studioleiters lautet im Gespräch mit "THR", dass sie vor dem Streit gut zwölf Millionen für Filme hätte verlangen können, heute liege "ihr Marktwert bei drei Millionen Dollar".

Quelle: ntv.de, mau/spot

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