"Kann vergeben, nicht vergessen"Britney Spears hat Angst vor ihrer Familie

Britney Spears macht ihre schwierige Familiengeschichte immer wieder öffentlich zum Thema. Jetzt äußert sich die 44-Jährige erneut zu Dingen, die in der Vergangenheit falsch gelaufen sein sollen. Sie könne vergeben, aber niemals vergessen.
Britney Spears setzt sich erneut öffentlich mit ihrer Vergangenheit auseinander. In einem aktuellen Instagram-Post schreibt die 44-Jährige, sie sei "unglaublich glücklich, überhaupt am Leben zu sein", angesichts dessen, wie ihre Familie sie einst behandelt habe - und dass sie sich inzwischen sogar vor ihr fürchte.
Weiter schildert sie in dem Text Gefühle von Einsamkeit und Ausgrenzung. "Als Menschen wollen wir doch alle nur, dass wir uns miteinander verbunden fühlen und niemals allein sind", so Spears. Wer seine Angehörigen durch Isolation "helfen" wolle und sie dabei "unfassbar ausgeschlossen" zurücklasse, liege falsch, findet sie. "Man kann als Mensch vergeben, aber niemals vergessen." Gleichzeitig macht sie deutlich, wie tief die Wunden aus der Vergangenheit sind. Egal, welche Antwort sie im Glauben suche, ihre Familie werde "niemals Verantwortung für das übernehmen, was sie getan hat".
Abschließend berichtet sie dann aber auch noch vom Käsekuchen, den sie mit einer Nachbarin gegessen habe. Und Tanzen sei seit einem Monat nicht möglich, denn sie habe sich den Zeh gleich zweimal gebrochen.
Sarkastische Weihnachtsgrüße
Immer wieder äußert sich Britney Spears in den sozialen Medien über das zerrüttete Verhältnis zu ihrem Vater Jamie, Mutter Lynne und Schwester Jamie Lynn. So schrieb sie Ende Dezember zu dem Bild eines Weihnachtsbaums, ihre Verwandtschaft hätte sie natürlich "nie missachtet, verletzt, irgendetwas völlig Unakzeptables getan oder ein unfassbares Trauma verursacht, das man nicht mehr reparieren kann". Sie entschuldigte sich sarkastisch dafür, an den Feiertagen "beschäftigt" gewesen zu sein, und kündigte an, sie "bald zu überraschen".
Herzlich hingegen äußerte sie sich in dem selben Beitrag über ihre Nichte Ivey, die siebenjährige Tochter ihrer Schwester, an die sie sich direkt wandte: Sie wolle das Kind einfach nur in den Arm nehmen, hieß es damals. Jamie Lynn Spears selbst zeigte sich an Weihnachten im Kreis ihrer Familie: Auf einem Foto posierte sie mit ihren Töchtern Maddie und besagter Ivey, sowie mit Mutter Lynne und Britney Spears' Sohn Sean Preston. Der 20-Jährige und sein ein Jahr jüngerer Bruder Jayden stammen aus ihrer Ehe mit Ex-Mann Kevin Federline, bei dem die beiden auch leben.
Langjährige Vormundschaft im Zentrum
Über ihre schwierige Familiengeschichte schrieb Britney Spears schon in ihrer 2023 erschienenen Autobiografie "The Woman in Me". Im Zentrum des Ganzen steht die langjährige Vormundschaft, die ein Gericht 2008 anordnete und die über Jahre von ihrem Vater Jamie und einem Anwalt kontrolliert wurde. Im Juni 2021 erhob die Popsängerin erstmals selbst in einer Anhörung öffentlich schwere Vorwürfe. Sie habe die Welt belogen und vorgegeben, glücklich zu sein, sagte sie damals. In Wahrheit sei sie unglücklich, schlaflos, depressiv, weine jeden Tag.
Jamie Spears wurde im September 2021 auf Antrag von Britney Spears Anwalt als Verwalter ihres Vermögens abgesetzt, im November drauf endete die Vormundschaft komplett. In Gerichtsdokumenten, auf die sich US-Medien 2022 beriefen, wurde Britney Spears' Vater unter anderem vorgeworfen, sich im Laufe der Jahre unrechtmäßig mehr als sechs Millionen Dollar aus dem Vermögen seiner Tochter ausgezahlt zu haben. Er wies die Vorwürfe zurück. Der Streit um die Anwaltskosten endete schließlich im April 2024 mit einem Vergleich.