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Stefan Szczesny, der Promi-Maler "Carmen Geiss hat ihren eigenen Stil"

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Mit dem Gemälde "Liegendes Mädchen mit Säbel, das Mädchen und der Tod" sorgte Stefan Szczesny 2014 im Papstpalast in Avignon für Aufruhr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es gibt etwas, das haben Mario Adorf, Pierce Brosnan und die Geissens gemeinsam: Sie sammeln Bilder des "Jungen Wilden" Stefan Szczesny. Im Gespräch mit n-tv.de plaudert der Maler über den Kunstverstand von Carmen Geiss, Frauen und seine "goldene Phase".

Es gibt etwas, das haben Mario Adorf, Pierce Brosnan und die Geissens gemeinsam: Sie alle sammeln Bilder des "Jungen Wilden" Stefan Szczesny. Der Maler unterhält gute Beziehungen zu den Schönen und Reichen. Seine neuesten Werke kann jetzt aber jeder bewundern - im Schmelzwerk in den Berliner Sarotti Höfen treffen die Bilder des 67-Jährigen auf die Haute Cuisine des Sternekochs Markus Herbicht. Im Gespräch mit n-tv.de plaudert der Maler über den Kunstverstand von Carmen Geiss, Frauen und seine "goldene Phase".

n-tv.de: Herr Szczesny, wer hat eigentlich mehr Kunstverstand? Robert oder Carmen Geiss?

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Carmen (l.) und Robert Geiss (r.) mit Stefan Szczesny.

Stefan Szczesny: Robert kennt sich besser aus, er hat gerade Skulpturen von mir für sein neues Haus in Thailand gekauft. Aber Carmen entscheidet, wo die Kunstwerke hinkommen und wie sie präsentiert werden. Sie haben extra aufwendige Rahmen in Italien anfertigen lassen für meine Bilder auf ihrer Yacht. Da hat Carmen ihren eigenen Stil.

Wer war der erste Promi, der Ihre Bilder gesammelt hat?

Das war Pierce Brosnan. Wir haben uns vor 25 Jahren auf Mustique kennengelernt. Ich hatte eine Ausstellung im Hotel Cotton House. Dort hat er sein erstes Bild von mir gekauft. Heute sind wir gut befreundet und malen sogar zusammen. Das ist dann so, als würden wir gemeinsam Musik machen.

Auch mit dem deutschen Film-Star Mario Adorf verbindet Sie eine Freundschaft. Ihn haben Sie sogar porträtiert. Gefällt ihm das Bild?

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Ja, er will sogar ein zweites! Ich habe ihn auf dem Porträt unter dem Eifelturm gemalt. Denn in Paris lebt er ja auch. Wir treffen uns aber häufig in Saint-Tropez. Neulich haben wir uns stundenlang über das Leben und den Tod unterhalten. Wir kennen uns wirklich schon lange.

Warum stellen Sie Ihre neuen Bilder in der ehemaligen Schokoladen-Fabrik aus?

Das liegt am Sternekoch Markus Herbicht, der hier eine Event-Location betreibt. Wir haben vor 20 Jahren ein großes gemeinsames Projekt in Marbella gemacht. Seitdem arbeiten wir immer wieder zusammen. Er kocht so, wie ich male. Schnell und mit viel Ausdruck. Im Schmelzwerk machen wir eine Pop-up-Ausstellung, die man mit allen Sinnen genießen kann. Meine Bilder und sein gutes Essen.

Normalerweise sind Ihre Werke von den bunten Farben der Karibik oder Südfrankreichs inspiriert. Diese Bilder sind alle auf einem goldenen Grund. Was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen?

Das Gold ist für mich ein Zeichen von Transzendenz, also einer Erweiterung der Wahrnehmung. Da bin ich auch von der Renaissance inspiriert. Es ist das Erwachen eines neuen Bewusstseins, das ich so zum Ausdruck bringe. Nicht zuletzt erinnert mich das Gold an königlichen Reichtum und an prunkvolle Städte, wie Paris. Dort sieht man goldene Verzierungen überall auf Schlössern, Brücken und Häusern.

Stimmt es, dass die Frau auf Ihren Bildern immer die Gleiche ist?

Ich liebe Frauen, sie symbolisieren für mich das Leben. Aber es stimmt, es ist immer Eva, meine Frau, mit der ich seit 1993 zusammenlebe. Sie hat mir die ersten zehn Jahre Modell gestanden. Heute kann ich sie mit geschlossenen Augen malen, so sehr habe ich sie verinnerlicht.

Mit Stefan Szczesny sprach Carola Ferstl.

Quelle: ntv.de