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"Er hat nicht überreagiert" Clooney kann Cruise' Ausraster verstehen

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"Ich verstehe, warum er es getan hat", sagte Clooney.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Wie ernst Tom Cruise die Hygienevorschriften am Set von "Mission Impossible 7" nimmt, bekamen einige schludrige Crewmitglieder am eigenen Leib zu spüren: Der Hollywoodstar rastete aus und drohte ihnen mit einer Kündigung. Sein Schauspielkollege George Clooney kann die Schimpftirade nachvollziehen.

Hollywood-Star George Clooney hat seinen Kollegen Tom Cruise nach dessen Ausraster am Set von "Mission: Impossible 7" verteidigt. Cruise hatte sich Crew-Mitglieder zur Brust genommen, die gegen Corona-Regeln verstoßen haben. Das ist in einer Tonaufnahme zu hören, die "The Sun" vorliegt. Unter anderem droht der Schauspieler, dass jeder, der die Regeln erneut missachtet, gefeuert werde. "Er hat nicht überreagiert, weil es ein Problem ist", sagte Clooney während eines Radiointerviews mit Howard Stern.

Clooney, der gerade seinen neuen Film "The Midnight Sky" bewirbt, erzählte dabei auch, dass einem seiner Freunde, der als Regieassistent arbeitet, Ähnliches passiert sei. Er selbst hätte in einer solchen Situation aber anders reagiert als Tom Cruise: "Du bist in einer Machtposition und es ist schwierig", sagte Clooney in dem Interview: "Du hast eine Verantwortung für alle anderen und er hat absolut Recht damit. Wenn die Produktion ausfällt, verlieren viele Menschen ihren Job. Die Leute müssen das verstehen und verantwortungsbewusst sein." Es sei allerdings nicht sein Stil, so Clooney, "alle auf diese Weise zu tadeln".

Und er fügte hinzu: "Ich denke, es hilft nicht unbedingt, auf diese Weise auf bestimmte Personen zu zeigen und das so zu handhaben ... aber jeder hat seinen eigenen Stil. Die Leute, die an diesem Dreh teilgenommen haben, werden uns mehr darüber erzählen. Ich verstehe, warum er es getan hat. Da liegt er überhaupt nicht falsch. Ich hätte es nur nicht so persönlich gemacht, aber ich kenne die Umstände nicht, vielleicht ist es vorher schon zehn oder 15 Mal passiert."

Fünf Crew-Mitglieder sollen gegangen sein

Cruise hatte sich zuvor einige Crewmitglieder zur Brust genommen, die sich nicht an die Abstandsregeln gehalten hatten. "Wir schaffen Tausende von Arbeitsplätzen, ihr verdammten Arschlöcher, ich will so was nie wieder sehen", brüllte er sie an. Wenn er noch einmal erlebe, dass sie sich nicht an die geltenden Maßnahmen am Set halten, seien sie gefeuert. "Dann bist du verdammt noch mal weg und du auch und du auch!"

Er sei es außerdem leid, ihre Entschuldigungen zu hören. "Das könnt ihr den Leuten sagen, die ihre verdammten Häuser verlieren, weil unsere Branche runtergefahren wurde! Das wird ihnen kein Essen auf den Tisch bringen oder für ihre College-Ausbildung bezahlen", schrie er aufgebracht weiter. Damit schlage er sich jede Nacht herum, "die Zukunft dieser scheiß Industrie!"

Nach einer erneuten Ansprache von Tom Cruise sollen fünf Crew-Mitglieder von "Mission: Impossible 7" die Produktion verlassen haben. Das berichtet die "The Sun". Der Hollywood-Star ist in dem Film nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent. Die Dreharbeiten leiden schon lange unter der Corona-Pandemie. Seit Beginn der Krise mussten sie immer wieder unterbrochen werden. Vor allem die Infektionslage in Italien, wo in Venedig und in Rom Szenen gedreht wurden, sorgte für mehrere Zwangspausen. Tom Cruise hat inzwischen einen eigenen Corona-Supervisor am Set eingestellt, der die Einhaltung der Regeln überwachen soll. Der Film soll im November 2021 in den Kinos starten.

Quelle: ntv.de, lri/spot