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Boykott-Aufruf erfolgreich Clooney zeigt's dem Sultan von Brunei

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George Clooney nutzt seinen Einfluss als Hollywood-Star immer wieder gern für die gute Sache.

(Foto: imago images / TT)

Der Sultan von Brunei lässt Homosexuelle jetzt durch Steinigung töten. George Clooney kann's nicht fassen und ruft zum Boykott sämtlicher Hotels des Sultans auf. Mit großem Erfolg.

Der Sultan von Brunei hat die Strafgesetze verschärft. Homosexuellen droht nun die Todesstrafe durch Steinigung. Hollywood-Star George Clooney hat deswegen in einer Gastkolumne für das Filmportal "Dealine.com" vor rund einer Woche zum Boykott sämtlicher Luxushotels des Sultans aufgerufen. Jetzt zeigen sich erste Erfolge.

Unternehmen wie die Deutsche Bank, die Zeitung "Financial Times" und verschiedene Immobiliengesellschaften kündigten inzwischen an, die insgesamt neun Hotels des Sultans zu meiden. In Londons U-Bahn und Bussen sollen künftig keine Plakate mehr hängen, auf denen Werbung für Urlaub in Brunei gemacht wurde. Auch die australische Fluglinie "Virgin Australia Airlines" beendet laut dem "Spiegel" die Kooperation mit der "Royal Brunei Airlines". Über diese konnten sich Mitarbeiter rabattierte Flugtickets sichern.

Amputation von Händen und Füßen

Wer in dem Kleinstaat auf der südostasiatischen Insel Borneo gleichgeschlechtlichen Sex hat, muss damit rechnen, zu Tode gesteinigt zu werden. Lesbische Frauen kann eine Höchststrafe von 40 Stockhieben oder zehn Jahren Gefängnis ereilen. Die neuen Gesetze umfassen unter anderem die Amputation von Händen und Füßen für Diebe. Vergewaltigung und Raub sind danach ebenso mit dem Tod zu bestrafen wie die Lästerung des Propheten Mohammed.

Grundlage dafür ist die Scharia, die im weiten Sinne die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt. In dem Sultanat auf der Insel Borneo sind zwei Drittel der mehr als 420.000 Einwohner muslimischen Glaubens. Seit einiger Zeit sind dort konservative islamische Kräfte auf dem Vormarsch. Der autoritär regierende Sultan Hassanal Bolkiah - mit einem Vermögen von vielen Milliarden Euro einer der reichsten Monarchen der Welt - hatte 2014 damit begonnen, die Scharia einzuführen.

Quelle: n-tv.de, nan/dpa

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