Beim Deutschen FilmpreisCollien Fernandes zeigt sich erstmals Öffentlich seit ihrer Anzeige

Seit ihren Vorwürfen gegen Ex-Mann Christian Ulmen zeigt sich Collien Fernandes kaum noch öffentlich. Beim Deutschen Filmpreis kehrt sie nun auf den roten Teppich zurück - und spricht über digitale Gewalt und ihren hoffnungsvollen Blick nach vorn.
Eine Überraschung beim Deutschen Filmpreis: Collien Fernandes hat ihren ersten öffentlichen Auftritt seit ihrer Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen absolviert. Die Schauspielerin und Moderatorin erschien in einem weißen ärmellosen Jumpsuit. Dazu kombinierte sie nudefarbene Pumps und eine Clutch.
Fernandes nutzte den Auftritt in Berlin für klare Worte. Gegenüber "Bunte.de" sprach sie von einer notwendigen gesellschaftlichen Veränderung im Umgang mit digitaler Gewalt. "Ich glaube, dass das eine Chance auf Veränderung ist und diese Veränderung brauchen wir ganz dringend", sagte sie. Besonders kritisch sei, "dass digitale Gewalt in Deutschland bisher nicht ernst genommen wurde. Da muss sich ganz, ganz dringend was ändern."
Die 44-Jährige zog zudem ein persönliches Fazit. Zwar sei es für ihren eigenen Fall bitter, dass sie keine Gerechtigkeit mehr erwarte, dennoch überwiege ein anderer Gedanke: "Ich finde es traurig, dass ich keine Gerechtigkeit erfahren werde, was meinen Fall angeht. Aber wenn es den künftigen Generationen hilft, dann ist das natürlich auch wahnsinnig viel wert." Für sie sei es ein Trost, dass jüngeren mögliche Veränderungen zugutekommen könnten.
Auslöser für die Debatte sind Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Die Moderatorin hatte im März 2026 im "Spiegel" öffentlich erklärt, Ulmen habe mutmaßlich Fake-Profile erstellt und pornografische Inhalte verbreitet, die den Eindruck erwecken sollten, sie zu zeigen. Ulmens Anwalt weist zentrale Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Zuletzt wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Potsdam ein Ermittlungsverfahren gegen Ulmen eingeleitet hat. Grundlage ist der Anfangsverdacht der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft den "Potsdamer Neuen Nachrichten" mitteilte, geht es um mehrere mutmaßliche Vorfälle aus den Jahren 2022 und 2023, die sich in Spanien ereignet haben sollen. Die Vorwürfe der digitalen Gewalt werden weiterhin geprüft.