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Wegen "Harry Potter" Daniel Radcliffe spricht über Alkoholsucht

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Schon mit Anfang 20 erkannte Daniel Radcliffe, dass er ein Problem mit Alkohol hatte und suchte sich Hilfe.

(Foto: imago/MediaPunch)

Mit elf Jahren steht Daniel Radcliffe zum ersten Mal als "Harry Potter" vor der Kamera. Der frühe Ruhm hat aber auch Schattenseiten. In einem Interview spricht der Schauspieler ganz offen über seine Alkoholprobleme.

In einem Interview mit Sam Jones für den Youtube-Kanal "The Off Camera Show" hat Daniel Radcliffe ganz offen über seine Alkoholprobleme gesprochen. Die entwickelten sich durch den frühen Ruhm in seinem Leben, den er als Darsteller von "Harry Potter" erlebte. Es war ein schleichender Prozess und ein Teufelskreis.

"Ich fühlte mich beobachtet, wenn ich in eine Bar oder einen Pub ging", erzählt der 29-Jährige. "In meinem Fall war es am einfachsten, die Beobachter zu vergessen, indem ich mich betrank. Und dann, als ich sehr betrunken wurde, wurde mir bewusst: 'Oh, die Leute gucken jetzt sogar noch mehr, weil ich sehr betrunken bin', also trank ich noch mehr, um das noch mehr zu ignorieren."

"Verrückte, coole Trinker"

Doch nicht nur dieses Unbehagen wurde ihm damals zum Verhängnis. Auch Radcliffes Vorstellung davon, wie ein Schauspieler zu sein habe, verleitete ihn damals zum Trinken: "Ein Teil von mir glaubte, Schauspieler müssten verrückte, coole Trinker sein und ich sollte diesem seltsamen Bild davon, wie ich mir einen berühmten Schauspieler vorstellte, nacheifern." Eine fatale Fehleinschätzung, wie er heute weiß. Schon 2010 holte sich Radcliffe professionelle Hilfe, machte seine Sucht 2012 erstmals publik. Seither hat er dem Alkohol abgeschworen.

Seinen einst wilden Lebensstil vermisse er nicht, so Radcliffe weiter. Er sei heute glücklicher: "Ich vermisse es generell überhaupt nicht. Ich weiß, das variiert für einige. Wenn ich an das Chaos denke, das ich mir damit in mein Leben holte, bin ich jetzt um einiges zufriedener." Dass er den "Harry Potter" gespielt hat, bereut Radcliffe aber trotz allem nicht. Immerhin war er es, der ihm seine Karriere überhaupt erst ermöglichte.

Quelle: ntv.de, nan