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Neben Blechtrommler Oskar Danzig ehrt Günter Grass

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Auf dieser Bank neben dem "Blechtrommler" Oskar Matzerath sitzt künfitg eine Statue von Günter Grass.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Ein halbes Jahr nach seinem Tod kehrt Günter Grass in seine Geburtstadt Danzig zurück: Als Statue sitzend neben seiner wohl bekanntesten Romanfigur. Mit dem Denkmal kommt die Stadt auch einer Bitte des Nobelpreisträgers entgegen.

Zu Lebzeiten hatte Günter Grass stets Einwände gegen ein Denkmal für ihn in seiner Geburtsstadt Danzig. Auf einer Parkbank in der Nähe seines Geburtshauses im Stadtteil Langfuhr saß bisher lediglich eine kleine Bronzefigur von Oskar Matzerath, dem "Blechtrommler" und der Hauptfigur seines wohl berühmtesten Romans.

Ein halbes Jahr nach dem Tod des Literaturnobelpreisträgers am 13. April wurde nun doch eine bereits vor 13 Jahren geschaffene Figur des Danziger Ehrenbürgers Grass auf "Oskars Bank" platziert. Er wird in einer typischen Pose gezeigt - mit einem Buch und der Pfeife in der Hand. "Der Wille von Günter Grass ist uns heilig, darum wanderte seine Figur erst einmal ins Magazin", sagte der Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz zu dem Wunsch von Grass, erst nach seinem Tod "neben Oskar gesetzt" zu werden.

"An seinem Geburtstag haben wir ihn geholt. Günter, willkommen zurück in Danzig." An der Feier in der nordpolnischen Hafenstadt, die bis 1920 noch zum Deutschen Reich gehörte und mit dem Vertrag von Versailles bis 1939 als unabhängiger Staat galt, nahm auch der Sohn des Schriftstellers, Franz Grass, teil.

Der am 16. Oktober 1927 geborene Literaturnobelpreisträger Grass hatte seiner Geburtsstadt wiederholt ein literarisches Denkmal gesetzt und war seit 1993 Ehrenbürger von Danzig.

Quelle: n-tv.de, kbe/dpa

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