Unterhaltung

Time to say goodbye! Das war's dann mit Meghan und Harry

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Meghan grinst von einem Ohr zum anderen, Harry wirkt - etwas untypisch - scheu.

(Foto: AP)

Noch einmal grinsen bis zum Abwinken und dann bye-bye, Meghan und Harry. Dass es für Harry wohl schwerer war als für seine Gattin, seine letzten royalen Auftritte als echter Prinz zu absolvieren, steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Das scheint nochmal gut gegangen zu sein und ist der Queen wirklich hoch anzurechnen: Die erste Begegnung nach Ankündigung des "Megxit" mit Schwiegerenkelin Meghan Markle ist über die Bühne gegangen. Einfach professionell, diese Königin - aber kein Wunder after all those years, oder?

Nach einem ihrer letzten Auftritte für die königliche Familie in der Londoner Royal Albert Hall am Samstagabend hatten Prinz Harry und seine Frau nun am heiligen Sonntag noch eine besondere Begegnung: Queen Elizabeth II. hat ihren Enkel nebst Gattin zu einem Gottesdienst in Windsor eingeladen. Das berichtet unter anderen das US-Magazin "People". Es ist damit das erste Mal, dass sich Meghan und die Königin nach der Ankündigung des "Megxit" persönlich sahen.

"Es war eine wirklich süße Geste, dass die Queen sie zur Messe eingeladen hat", soll ein Insider verraten haben. Das Ganze beweise, dass Harry und Meghan immer noch zur Familie gehörten. Erste Bilder scheinen dies zu bestätigen. Eine von dem Magazin veröffentlichte Paparazzi-Aufnahme zeigt Prinz Harry und Herzogin Meghan in einem Auto auf dem Weg zur Kirche. Beide scheinen gut gelaunt zu sein (vor allem Meghan). Weitere Fotos, die zeigen könnten, ob da wirklich versöhnliche Blicke getauscht wurden oder das Ganze nur einfach das Ende einer eher unerfreulichen Episode im Leben der Königin darstellen sollte, gibt es bislang leider noch nicht. 

Weit, weiter, am weitesten weg

Aber wenn man mal genauer auf die neuesten offiziellen Fotos schaut, die Harry und Meghan bei ihren Auftritten zeigen, dann meint man schon erkennen zu können, dass da nur eine sichtlich happy ist, dass der royale Budenzauber bald ein Ende hat: Meghan. Harry wirkt irgendwie verkrampft, unsicher, vielleicht fühlt er sich auch einfach ein bisschen wie ein Verräter seinem Land und seiner Familie gegenüber, der seine Aufgaben, die Dinge, die seiner Mutter wichtig waren, im Stich lässt. Immerhin will er ja nicht bloß nach um die Ecke ausweichen, nach Schottland zum Beispiel, sondern eben nach Kanada, auf einen anderen Kontinent.

Harry, immer der Spaßvogel mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und einem Ohr für Alt und Jung, Arm und Reich, war nicht nur der Liebling der Queen, sondern auch der Bevölkerung. Seine warme Art, offen auf alle Menschen und vor allem Kinder zuzugehen, wird fehlen in dem Land, das nun vielleicht, nach Megxit und Brexit, ein paar Grad kühler werden dürfte. Und auch, dass man Harrys Sohn Archie nicht aufwachsen sieht, wird den Briten ganz sicher wehtun. Thronfolger William und seine Frau, Herzogin Kate, geben momentan wirklich alles, um die Lücke zu füllen, die Harry und Frau unweigerlich hinterlassen werden und bereits hinterlassen haben. Aber können sie das Tempo auf Dauer durchhalten?

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Sie lacht, er weicht den Blicken zu Boden guckend aus.

(Foto: dpa)

"Hallo, hier sind wir! Freut euch!"

Ganz kurzer Exkurs nur nochmal zum "Mountbatten Festival of Music", wo das Paar in feurroten Roben auftauchte. Mag ein guter Hingucker sein, das stimmt, ist aber auch ein wenig too much "Hallo, hier sind wir!"-Getue. So nach dem Motto "Wenn wir schon nochmal hier sind, dann guckt uns gefälligst auch an" hinterlässt der Auftritt der beiden einen schalen Beigeschmack. Harry blickt so oft zu Boden, dass man den Eindruck haben muss, er halte den Blicken der Menge nicht mehr stand. Meghan schien den Auftritt hingegen zu genießen. Keine Frage, schauspielern kann sie. Und dass sie Farben können, zeigten sie auch zuvor am Donnerstag bei den "Endeavor Fund Awards", beide in Blau. Sie - als Reminiszenz an die verhasste Heimat ihres Mannes - gar in einem "local designer", keiner Geringeren als Victoria Beckham.

Letztendlich ist es doch aber so: Gut, wenn die beiden nun bald wieder nach Kanada abdampfen, wo ihr Leben noch recht ungeklärt und irgendwie nur geduldet wirkt, dann kann man sich in England endlich wieder um das Wesentliche kümmern und arbeiten. Die Briten müssten echt Besseres zu tun haben, als sich von den Klamotten und den Befindlichkeiten einer Schauspielerin und eines Prinzen, der ihr aus der Hand frisst, ablenken zu lassen.

Harry und Meghan halten sich noch ein paar Tage für einige finale Termine als Royals in Großbritannien auf. Nach dem 31. März werden sie keine öffentlichen Aufgaben mehr innehaben. Am heutigen Montag besuchen die beiden zusammen mit weiteren Mitgliedern der königlichen Familie einen Gottesdienst in der Westminster Abbey.

Quelle: ntv.de