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Für Netflix-Serie "Unorthodox" Deutsche Regisseurin gewinnt Emmy

Es ist die wichtigste Auszeichnung für Fernsehproduktionen in den USA: Mit dem Emmy wurden bereits TV-Highlights wie "Game of Thrones" prämiert. In diesem Jahr geht einer der Preise nach Deutschland. Schauplatz der Netflix-Miniserie ist Berlin.

Die deutsche Regisseurin Maria Schrader ist mit einem Emmy ausgezeichnet worden. Den begehrten US-Fernsehpreis bekam sie für die beste Regie bei einer Miniserie. Geehrt wurde sie für die vierteilige Serie "Unorthodox", die auf der Streamingplattform Netflix läuft. Darin erzählt wird die Geschichte einer jungen Jüdin, die aus ihrer ultraorthodoxen New Yorker Gemeinde nach Berlin flüchtet. Die Geschichte basiert auf dem autobiografischen Roman von Deborah Feldman.

Die per Video zugeschaltete Schrader zeigte sich "sprachlos" über ihre Auszeichnung. Diese komme für sie "so unerwartet". Sie dankte dem ganzen Team der Serie. Die 54-Jährige ist auch als Schauspielerin bekannt: so war sie unter anderem in den Fernsehserien "Deutschland 83" und "Deutschland 86" oder im "Tatort" zu sehen.

Die meisten Emmys des Abends gingen an die Schöpfer und Schauspieler von "Watchmen". Sie wurden unter anderem mit dem Preis für die beste Miniserie ausgezeichnet. Auch ging einer der Schauspielerpreise an Regina King, die Hauptdarstellerin von "Watchmen". Die auf einem gleichnamigen Comic basierende Serie im US-Bezahlsender HBO dreht sich um aktuelle Themen wie Rassismus und Polizeigewalt oder das Maskentragen.

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In der Comedy-Sparte dominierte die kanadische Produktion "Schitt's Creek" mit neun Preisen, darunter dem für die beste komische Serie. Auch die Hauptdarsteller von "Schitt's Creek", Catherine O'Hara und Eugene Levy, wurden ausgezeichnet. Die schräge Serie erzählt von einer vormals reichen Familie, die ihr Vermögen verloren hat und in einem heruntergekommenen Motel lebt.

Die Emmys waren in diesem Jahr stark von der Corona-Pandemie geprägt. Moderator Jimmy Kimmel begrüßte die Fernsehzuschauer zu Beginn in einem Wortspiel zu den "Pand-Emmys". Der Saal in Los Angeles war leer. Die Preisträger und Nominierten waren nicht anwesend, sondern wurden zugeschaltet. Manche waren elegant in Abendkleid und Frack gekleidet, anderen trugen lässige Freizeitkleidung.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP