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"Schlimmster Tag meines Lebens" Diana schimpft über ihre Hochzeit - auf Band

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Alles nur Fassade? Diana und Charles bei ihrer Hochzeit am 29. Juli 1981.

20 Jahre nach dem Tod von Lady Diana wird immer noch viel angeblich Neues über sie ausgegraben. Doch nun gibt es tatsächlich bisher unveröffentlichte Videoaufnahmen von ihr. Und in ihnen zieht sie über ihre Ehe mit Charles vom Leder.

In wenigen Wochen - am 31. August - jährt sich der Todestag von Lady Di zum 20. Mal. Und es scheint, als seien alle nur allzu erpicht darauf, pünktlich zu diesem Datum noch einmal eine noch nie da gewesene Skandalgeschichte über die Prinzessin zum Besten zu geben.

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Schwerer Moment: Earl Spencer (l.) und die Prinzen William, Harry und Charles (v.l.n.r.) bei der Beerdigung von Lady Di.

So plauderte ihr Bruder Earl Spencer nun gerade etwa aus, dass Dianas Söhne William und Harry bei der Beerdigung ihrer Mutter nur unfreiwillig hinter dem Sarg her marschiert seien. "Mir wurde gesagt, sie wollten das freiwillig tun", erklärte Spencer in einem Interview mit der BBC. Doch das sei eine Lüge gewesen. William und Harry hätte der Tod ihrer Mutter enorm zugesetzt und sie hätten sich wohl lieber verkrochen, als bei dem Begräbnis derart im Rampenlicht zu stehen.

Auch Dianas Biograf Andrew Morton hat in diesen Tagen etwas zum Leben und Tod von Diana beizusteuern. "Sie hatte das Gefühl, ein schrecklich einsames Leben im Palast aushalten zu müssen, während sie draußen angehimmelt wurde. Das alle nach wie vor an das Märchen glaubten, war unglaublich frustrierend für sie, denn sie wusste, dass es ein Alptraum war", sagt Morton in einer Dokumentation des Senders TLC anlässlich des Todestags der Prinzessin.

"Dynamit"

Den Wahrheitsgehalt all der Dinge nachzuprüfen, die seit dem tödlichen Verkehrsunfall Dianas am 31. August 1997 in Paris über die damals 36-Jährige in Umlauf gebracht wurden, fällt schwer. Doch Videoaufnahmen, die bis dato unveröffentlicht waren und nun gezeigt werden sollen, können nicht lügen - in ihnen spricht Diana selbst.

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Diana und Charles - in Wahrheit war es "ein Alptraum".

(Foto: imago stock&people)

Das Material soll demnächst ebenfalls im Rahmen einer Dokumentation gezeigt werden - beim britischen Channel 4. Bisher befand es sich im Besitz von Peter Settelen, seinerzeit Sprechtrainer und Freund von Lady Di. Eine Veröffentlichung war nie vorgesehen und bereits in der Vergangenheit Gegenstand von Debatten zwischen Settelen und Dianas Familie. Nun hat sich der einstige Vertraute der Prinzessin jedoch offenbar durchgesetzt - und die schätzungsweise 20 Videobänder mit rund sieben Stunden Material an den Privatsender Channel 4 verkauft.

Die öffentlich-rechtliche BBC hingegen hatte die Ausstrahlung zuvor abgelehnt, aus Sorge, das Königshaus damit zu verärgern. Das jedenfalls behauptet Regisseur Kevin Sim, der nun mit der Channel-4-Dokumentation unter dem Titel "Diana: In Her Own Words" ("Diana: Mit ihren eigenen Worten") beauftragt wurde. Die BBC begründete ihre Ablehnung dagegen mit den Worten, das Material habe nichts zur Geschichte Dianas beizutragen. Laut Sim jedoch sind die Aufnahmen "Dynamit".

13 Treffen bis zur Hochzeit

So kursieren in der britischen Presse bereits jetzt Zitate aus den 1992 und 1993 aufgezeichneten Gesprächen zwischen Settelen und Diana, die im Unterricht mit dem Sprechtrainer auch ihr Herz ausschüttete. Demnach beschreibt die Prinzessin in den Aufnahmen ihren Hochzeitstag als "den schlimmsten Tag in meinem Leben". Sie und Charles hätten sich vor der scheinbaren Traumhochzeit am 29. Juli 1981, die weltweit Millionen an den Fernsehschirmen verfolgten, gerade 13-mal gesehen.

"Er hat mich eine Woche lang jeden Tag angerufen und dann drei Wochen lang wieder gar nicht mehr mit mir gesprochen. Sehr eigenartig", schildert Diana britischen Medienberichten zufolge in den Aufnahmen ihre Erfahrungen mit Charles. Wenn es um Sex ging, habe es von ihm "nie das Bedürfnis danach gegeben", wird Diana weiter zitiert. Und auch zu Camilla Parker Bowles, der heutigen Ehefrau von Prinz Charles, lässt sich Lady Di gegenüber ihrem Sprechtrainer wohl aus. "Er traf diese Dame alle drei Wochen, bevor wir heirateten", wird sie zitiert. Und: "Wenn ich mein eigenes Drehbuch schreiben könnte, würde mein Mann mit dieser Frau weggehen und nie mehr zurückkommen."

Channel 4 verspricht den Zuschauern mit der Dokumentation ein nuanciertes und vielschichtiges Porträt von Lady Di. Man habe auch den Kensington Palast vorab über die Ausstrahlung informiert, teilte der Sender mit.

Quelle: n-tv.de, vpr

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