"Das ist so unpräsidial"Donald Trump scherzt über Kritik von Melania

Ob der Überfall auf Venezuela, die Beschlagnahmung eines russischen Tankers oder die tödlichen Schüsse eines ICE-Agenten auf eine Frau in Minneapolis - politisch brennt es in den USA gerade an allen Ecken und Enden. Präsident Trump ist dennoch zu Scherzen aufgelegt.
Für viele hat das noch junge Jahr 2026 wohl noch wenig Anlass zu Späßen gegeben. Seit der Intervention der USA in Venezuela und der Gefangennahme des dortigen Machthabers Nicolás Maduro jagt vielmehr eine brisante Nachricht die nächste - nicht selten mit Ursprung USA. Sei es der Ruf der Donald-Trump-Administration nach einer Besitznahme Grönlands, die Beschlagnahmung eines russischen Tankers durch das US-Militär oder das jetzige Todesdrama von Minneapolis, wo ein ICE-Agent eine Frau erschossen hat.
Den US-Präsidenten scheint das alles jedoch nicht weiter anzufechten. Jedenfalls nicht so weit, dass ihm die Lust zu scherzen vergangen wäre. So witzelte er in einer Rede vor republikanischen Parteifreunden im Kennedy-Center von Washington über Transgender-Athletinnen ebenso wie über seine Tanzeinlagen - und darüber, was seine Frau Melania von alldem so hält. Trump hielt die Rede bereits am Dienstagabend - und somit natürlich noch vor den tödlichen Schüssen von Minneapolis.
Trump recycelte in seinem Vortrag einen "Gag", den er schon mehrfach vor Publikum gebracht hat: Er äffte eine Transgender-Sportlerin dabei nach, wie sie sich in seiner Vorstellungswelt beim Gewichtheben abmüht. Der 79-Jährige hob dazu die Arme, verzog gequält sein Gesicht und winselte vor sich hin.
"Meine Frau hasst es"
"Übrigens: Meine Frau hasst es, wenn ich das mache. Wissen Sie, sie ist eine sehr niveauvolle Person und hat darüber gesagt: 'Das ist so unpräsidial.' Ich sage dann: 'Aber ich bin doch Präsident geworden", erklärte Trump im Anschluss. Das Gelächter im Saal war ihm daraufhin sicher.
Seine Frau Melania hasse es auch, wenn er tanze, fuhr der US-Präsident fort. Er sei der Meinung, dass seine Anhänger ihn dafür feiern würden, wenn er seine berühmt-berüchtigten Dance-Moves mit geballten Fäusten zu Songs wie "YMCA" vollführe, erklärte Trump: "Sie rasten aus. Sie schreien: 'Tanz bitte!" Melania habe ihn jedoch korrigiert: "Sie mögen es nicht. Sie wollen nur nett zu dir sein."
Donald Trump nimmt in seinen Reden häufiger Bezug auf seine Ehefrau. Wie gut oder schlecht es um die Beziehung des Paares bestellt ist, war in der Vergangenheit schon häufiger Gegenstand von Spekulationen. Möglicherweise gewährt eine neue Dokumentation tiefere Einblicke. Am 30. Januar veröffentlicht Amazon Prime den Film "Melania". Seine Macher begleiteten die First Lady der USA in den letzten drei Wochen vor Donald Trumps Amtseinführung im Januar 2025.