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Monate nach der Verleihung des Literaturnobelpreises ist Dylan seinen Verpflichtungen nachgekommen.
Monate nach der Verleihung des Literaturnobelpreises ist Dylan seinen Verpflichtungen nachgekommen.(Foto: AP)
Montag, 05. Juni 2017

Tonband für 820.000 Euro: Dylan reicht seine Nobelpreis-Vorlesung ein

Bob Dylan ist bald um mehr als 800.000 Euro reicher. Kurz vor Ende der Frist reicht der Sänger seine Nobelpreis-Vorlesung ein - als Tonband. Begleitet von Klaviermusik erzählt er darauf von einflussreichen Musikern und Literaten.

Kurz vor Ablauf der Frist hat Bob Dylan, Literaturnobelpreisträger von 2016, seine Nobelvorlesung abgeliefert. Die Rede sei als Tonaufnahme eingetroffen, bestätigte die Schwedische Akademie. Die Frist wäre am Samstag abgelaufen. Ihre Einhaltung ist Voraussetzung dafür, das die mit dem Literaturnobelpreis verbundenen acht Millionen Schwedischen Kronen (etwa 820.000 Euro) an den Preisträger ausgezahlt werden.

"Die Rede ist außergewöhnlich", schrieb Akademie-Mitglied Sara Danius in einem Blog. In dem Vortrag, der im Hintergrund von Klaviermusik begleitet wird, beschreibt der 76-jährige Sänger, welche Musik und Bücher ihn beeinflusst haben.

Seinen Musikerkollegen Buddy Holly nennt Dylan "einen älteren Bruder", außerdem drückt er seine Bewunderung für das Buch "Moby Dick" von Herman Melville und die "Odyssee" des griechischen Dichters Homer aus. Diese sei in die Balladen vieler Songschreiber eingeflossen.

Die Schwedische Akademie hatte Dylan den Preis im Oktober zuerkannt, als Würdigung seiner poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition. Der Sänger hatte fast zwei Wochen lang offen gelassen, ob er den Preis annehmen werde. Zur Preisverleihung am 10. Dezember war er nicht erschienen - unter Verweis auf andere Verpflichtungen.

Im April hatte er dann die Medaille und Urkunde abgeholt, als er während einer Tournee für zwei Konzerte sowieso in Stockholm war. "Das Dylan-Abenteuer nähert sich dem Ende", schrieb Danius.

Quelle: n-tv.de

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