Gefährliche Film-VorbereitungenEines kommt für Matt Damon nicht mehr infrage

Für "Die Odyssee" bringt Matt Damon seinen Körper in Bestform und nimmt sogar bis auf sein Schulgewicht ab. Doch eine andere Art der körperlichen Verwandlung schließt der Hollywood-Star heute kategorisch aus.
Für Christopher Nolans "Die Odyssee" hat Matt Damon seinen Körper an dessen Grenzen gebracht - allerdings nicht so, wie man es aus Hollywood kennt. Denn statt für eine Rolle zuzunehmen, hungerte sich der Oscarpreisträger auf sein Schulgewicht herunter. Doch eines stellt der Schauspieler jetzt klar: Eine körperliche Verwandlung in die andere Richtung wird es mit ihm nicht mehr geben.
Um König Odysseus zu spielen, reduzierte Damon sein Gewicht auf rund 76 Kilogramm - so viel wie zuletzt während seiner Schulzeit. Das Abnehmen sei für ihn allerdings kein Problem gewesen. Deutlich kritischer sieht er dagegen drastische Gewichtszunahmen für Filmrollen. "Ich habe das nicht auf ungesunde Weise gemacht", betont er im Gespräch mit dem US-Magazin "People". "Hätte ich das Gegenteil getan und zugenommen, wäre das gefährlich gewesen, und so etwas mache ich nicht mehr. Früher in meinem Leben habe ich das gern getan."
"Mehr Expedition als Filmdreh"
Damon stellte seinen gesamten Alltag um, um den antiken Helden möglichst glaubwürdig zu verkörpern. Gluten strich er aus seinem Speiseplan - "unter anderem". Vor allem aber habe er seinen Körper in Bestform bringen wollen. Das gelinge nur mit konsequenter Disziplin: "Man muss bei allem, was man zu sich nimmt, sehr, sehr bewusst vorgehen."
In Nolans Epos spielt Damon den König von Ithaka, der nach dem Trojanischen Krieg 20 Jahre lang durch die Welt irrt und verzweifelt versucht, zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) zurückzukehren. Auf seiner Reise begegnet er unter anderem einem Zyklopen und muss immer wieder den Zorn der Götter überstehen.
Nicht nur körperlich verlangte der Film dem Schauspieler alles ab. Gedreht wurde unter anderem in Island, Schottland, Griechenland, Italien und Marokko - oft unter widrigen Bedingungen. "Dieser Film war mit Abstand der härteste und anspruchsvollste, an dem ich je beteiligt war", sagt Damon rückblickend. Das gesamte Team habe an seine Grenzen gehen müssen. "Es fühlte sich wirklich mehr wie eine Expedition an als wie ein Filmdreh", erinnert sich der Oscarpreisträger. Besonders beeindruckt habe ihn dabei Regisseur Christopher Nolan. Wer völlig durchnässt und durchgefroren gewesen sei, habe sich nur umdrehen müssen: "Dann sah man, dass Chris genauso durchgefroren und nass war und dasselbe durchmachte."