Imitiert er die IS-Schlächter?Empörung über "Sir" Rod Stewart

Rod Stewart, seine Frau und ein paar Freunde blödeln am Rande einer Konzertreise des Sängers nach Abu Dhabi in der Wüste herum. Dann passiert es: Der Popstar stellt mit einem Begleiter offenbar eine IS-Enthauptung nach - und erntet dafür entsetzte Reaktionen.
Man weiß nicht so recht, was dämlicher ist. Aus "Spaß" anscheinend eine Hinrichtung durch den IS nachzustellen oder das Video von der Aktion danach bei Instagram zu posten. Zumal wenn man ein Prominenter wie Rod Stewart oder dessen Ehefrau ist. Doch der Reihe nach.
Stewart befindet sich derzeit in Abu Dhabi, wo er am Donnerstagabend ein Konzert absolvierte. Aber am Rande des Auftritts blieb für ihn, seine Frau Penny Lancaster und sein Team noch genug Zeit, um Land und Leute ein wenig näher kennenzulernen. Das belegen diverse Aufnahmen, etwa von einem Ausflug in die Moschee, die Lancaster auf ihrer Instagram-Seite veröffentlicht hat. Auch einen Abstecher in die Wüste unternahm das Popstar-Paar mit einigen Freunden, wie ein von Stewarts Ehefrau gepostetes Video dokumentiert.
Entsetzen und Entschuldigung
Der Clip beginnt völlig harmlos. Stewart und seine Begleiter wandern hintereinander eine Düne entlang und sind dabei sichtlich ausgelassen. Dann jedoch folgt ein bizarrer Moment. Der Sänger schnappt sich einen aus der Gruppe und animiert ihn dazu, vor ihm auf die Knie zu gehen. Dann hält er ihm die Hand an die Kehle und imitiert anscheinend eine Enthauptung des Mannes. Parallelen zu den entsprechenden Gräueltaten des IS liegen da natürlich auf der Hand.
Dementsprechend erntete Stewart für die Aktion entsetzte Reaktionen von Fans und Medien. "Krank", "dumm" oder "verletzend", urteilten einige über die Szene, andere forderten, dem Sänger seine Ehrung zum "Sir" abzuerkennen. Lancaster scheint das verheerende Echo alsbald realisiert zu haben, löschte sie den Clip doch schon nach kurzer Zeit wieder von ihrer Instagram-Seite. Doch unter anderem die britischen Boulevardzeitungen "The Sun" und "Daily Mail" hatte die Aufnahmen bereits zuvor gesichert und zeigen diese auf ihren Internetseiten und in ihren Youtube-Kanälen.
Der durch das Video provozierte Aufschrei war so groß, dass Stewart sich mittlerweile zu einer Entschuldigung und Stellungnahme genötigt sah. Darin erklärt er, er hätte in der Wüste keinen IS-Mord, sondern eine Szene aus der Serie "Game of Thrones" nachstellen wollen. "Verständlicherweise wurde das missinterpretiert und ich möchte mich bei denen, die sich dadurch verletzt fühlen, von ganzem Herzen entschuldigen", so der 72-Jährige. Nicht alle wollen dem Sänger jedoch glauben, dass hier wirklich etwas "missinterpretiert" wurde.