Unterhaltung

"Sat.1 verändert sich" Endgültiges Aus für "Promis unter Palmen"

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Die "Promis unter Palmen" kehren nicht zurück.

(Foto: Sat.1)

Die Zahl der Reality-TV-Formate lässt sich kaum noch überblicken. Doch ab sofort gibt es definitiv eins weniger: Sat.1 zieht bei "Promis unter Palmen" den Stecker. Und auch sonst will sich der zuletzt auch noch wegen einer anderen Show in die Kritik geratene Sender verändern.

Nach "Plötzlich arm, plötzlich reich" wirft Sat.1 auch das Format "Promis unter Palmen" ein für alle Mal aus dem Programm. Das gab der Sender in einem Statement auf Instagram bekannt. Darin heißt es unter anderem: "Sat.1 verändert sich. Das haben wir angekündigt, das tun wir. Deshalb haben wir beschlossen: Es wird keine weitere Staffel von 'Promis unter Palmen' geben."

Das Genre Reality-TV werde aber auch künftig eine Rolle spielen, so Sat.1. Dies bestätigte auch Senderchef Daniel Rosemann im Interview mit dem Branchendienst "DWDL": "Gutes Reality-TV ist großartige Fernsehunterhaltung. Aber der Kompass muss richtig kalibriert sein. Daran arbeiten wir und wollen das zum Beispiel mit einer neuen Staffel 'Promi Big Brother' im Sommer unter Beweis stellen."

"Wir bleiben nicht stehen"

Der Sender versuche, aus seinen Fehlern zu lernen. "Wir versprechen: Hier bleiben wir nicht stehen, sondern lassen unseren Worten weitere Taten folgen", heißt es auf Instagram. Derzeit werde an "vielen neuen Ideen und Sendungen" gearbeitet. "Wir freuen uns auf ein neues Sat.1", so die Programmmacher.

Zuletzt hatte Sat.1 gleich wegen zwei Reality-TV-Formaten heftige Kritik geerntet. Schon während der ersten Staffel von "Promis unter Palmen" wurden Mobbing-Vorwürfe laut. Nach Beginn der zweiten Staffel sorgten unter anderem homophobe Äußerungen von Marcus Prinz von Anhalt für Aufruhr.

Zudem wurden die neuen Folgen vom Tod des TV-Stars Willi Herren im April überschattet, der an der zweiten Staffel teilgenommen hatte. Aus Pietätsgründen nahm Sat.1 schließlich die abgedrehten, aber noch nicht ausgestrahlten Folgen aus dem Programm.

Anzeige von Ikke Hüftgold

Matthias Distel, auch bekannt als Sänger Ikke Hüftgold, erstattete Ende Mai wiederum Strafanzeige gegen Sat.1 und die Produktionsfirma Imago TV. Distel hatte zuvor am Format "Plötzlich arm, plötzlich reich" teilgenommen, die Dreharbeiten jedoch vorzeitig abgebrochen. In der Sendung tauscht eine wohlhabende Familie ihr Leben eine Woche lang mit dem einer sozial schwächeren Familie.

In einem Statement auf seiner Webseite sprach Distel unter anderem von "skandalösen Umständen" bei der Produktion. So sei das Wohl "von zwei schwer traumatisierten Kindern (...) von den verantwortlichen Medienanstalten mit Füßen getreten" worden. Nach dem Eklat setzte Sat.1 auch diese Sendung ab.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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