Epstein-Akten belasten RoyalsBeatrice und Eugenie meiden Osterfest

Die britischen Prinzessinnen Beatrice und Eugenie werden beim Osterfest der Royals fehlen. Hintergrund sind mutmaßlich jüngste Berichte über ihre Verbindungen zu Epstein. Der König zeigt sich zurückhaltend, doch die Zukunft der Schwestern im Königshaus bleibt ungewiss.
Das diesjährige Osterfest verbringt die britische Königsfamilie ohne zwei prominente Mitglieder: Prinzessin Beatrice und ihre jüngere Schwester, Prinzessin Eugenie, haben andere Pläne und werden nicht an den traditionellen Feierlichkeiten teilnehmen. Wie mehrere britische Medien, darunter "The Mirror", berichten, geschieht dies mit Wissen und Zustimmung von König Charles III. Damit fehlen sie auch beim Ostergottesdienst in der St. George's Chapel auf Schloss Windsor am Sonntag.
Hinter dieser Entscheidung steckt mehr als ein voller Terminkalender. Beatrice und Eugenie stehen seit Wochen unter wachsendem Druck, weil beide in jüngsten Veröffentlichungen aus den sogenannten Epstein-Akten auftauchen. Es gibt keinerlei Hinweise auf Fehlverhalten seitens Beatrice oder Eugenie, während ihr Vater, der frühere Prinz Andrew Mountbatten-Windsor, jegliches Fehlverhalten stets bestritten hat.
Noch zu Weihnachten hatte König Charles die beiden Schwestern nach Sandringham eingeladen - eine Geste, die damals als Zeichen königlicher Solidarität gewertet wurde. Beatrice und Eugenie waren gemeinsam mit Beatrices Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi zur Festgesellschaft gestoßen. In königlichen Kreisen galt die Einladung als Beweis dafür, dass der König für seine Nichten Partei ergreift. Seitdem hat sich die Lage jedoch nach Darstellung royaler Quellen grundlegend verändert.
So hatte die "Daily Mail" kürzlich auch über Beatrices Verstrickung im Epstein-Skandal beleuchtet. Die Prinzessin soll ihre Mutter Sarah Ferguson, auch Fergie genannt, nach deren Interview mit dem "London Evening Standard" im Jahr 2011, in dem sie Epstein als Pädophilen bezeichnet hatte, beraten haben, wie sie öffentlich zurückrudern könne. 2012 erklärte Ferguson in einer E-Mail, ihre damals 22-jährige Tochter habe mit ihr darüber gesprochen und zugestimmt, dass es "wichtig" sei, die Presse darüber zu informieren, dass Epstein "seine Buße getan" habe. Beatrice sei auch anwesend gewesen, als Ferguson im April 2011 einen Journalisten anrief und erklärte, es sei "falsch", Epstein weiterhin als Sexualstraftäter zu bezeichnen.
Für das Osterfest haben die Prinzessinnen nun bewusst alternative Pläne gemacht. Es wird erwartet, dass sie künftig wieder an Familienfeierlichkeiten teilnehmen werden - wann genau, ist offen. In königlichen Kreisen herrscht den royalen Quellen zufolge zudem "tiefes Unbehagen" darüber, überhaupt eine öffentliche Stellungnahme zu der Situation der Prinzessinnen abzugeben, solange die Epstein-Akten weiterhin kontinuierlich für Schlagzeilen sorgen.
Royal Ascot: Noch keine Entscheidung gefallen?
Auch über die Feiertage hinaus bleibt die Zukunft der Schwestern im royalen Terminkalender ungewiss. Berichten zufolge erwägt der König, Beatrice und Eugenie nicht zu Royal Ascot im Juni einzuladen, wo sich die Königsfamilie beim traditionellen Pferderennen in großer Runde versammelt. Eine endgültige Entscheidung hierüber soll aber laut "The Mirror" noch nicht gefallen sein.
Sarah Ferguson ist derweil seit Monaten in der Öffentlichkeit praktisch unsichtbar. Zuletzt öffentlich gesichtet wurde sie im Dezember bei der Taufe ihrer Enkelin Athena Mapelli Mozzi. Berichten zufolge hält sie sich seither unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in der Schweiz und in Irland auf - äußerst diskret, abseits der Kameras.