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Auch Tochter Beatrice im FokusE-Mail: Epstein finanzierte Fergie jahrelang

20.02.2026, 11:47 Uhr
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Braucht eigenen Angaben nach Geld: Sarah Ferguson. (Foto: IMAGO/APress International)

Neue Dokumente legen brisante Details zu Sarah Fergusons finanziellen Verbindungen zu Jeffrey Epstein offen. Der verurteilte Sexualstraftäter unterstützte sie offenbar über 15 Jahre hinweg. Auch ihre älteste Tochter gerät zunehmend in den Fokus.

Nicht nur der ehemalige Prinz Andrew steht wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein am Pranger. Neue Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files werfen auch ein weiteres Schlaglicht auf die engen Verbindungen zwischen seiner Ex-Frau Sarah "Fergie" Ferguson und dem verurteilten Sexualstraftäter. Wie die "Daily Mail" berichtet, soll Epstein in einer E-Mail an einen Freund geschrieben haben, er habe Sarah Ferguson seit 1996 - dem Jahr ihrer Scheidung von Andrew - über 15 Jahre lang "finanziell unterstützt".

Diese Behauptung geht deutlich über jene 15.000 Pfund hinaus, deren Annahme Ferguson am 7. März 2011 öffentlich eingeräumt hatte. Damals hatte sie gegenüber dem "London Evening Standard" erklärt, die Zahlung zur Begleichung ihrer Schulden sei "ein gewaltiger Fehler im Urteilsvermögen" gewesen. Noch am selben Abend reagierte Epstein verärgert. In der Mail an einen Freund, dessen Name in den Dokumenten geschwärzt wurde, heißt es wörtlich: "Die Herzogin, die ich 15 Jahre lang finanziell unterstützt habe, hat gesagt, dass sie nichts mit einem Pädophilen und Kindesmissbraucher zu tun haben will. Das hat für ziemliches Aufsehen gesorgt."

Der Hintergrund: Zu dieser Zeit genoss der damalige Prinz Andrew trotz seiner Kontakte zu Epstein politisch noch Rückendeckung. Der damalige Premierminister David Cameron hatte ihm "volle Unterstützung" und "volles Vertrauen" ausgesprochen. Andrew war damals britischer Sonderbeauftragter für internationalen Handel und Investitionen. Epstein scheint diese politische Rückendeckung anzuerkennen - startet jedoch im Anschluss eine Tirade über seine jahrelange finanzielle Unterstützung für Ferguson. Zudem erwähnt der Sexualstraftäter, dass er eingeladen worden sei, im BBC-Programm "Today" aufzutreten. Sein Freund antwortet knapp: "Geh nicht hin."

Auch Prinzessin Beatrice steht im Fokus

Brisant ist laut "Daily Mail" auch die Rolle von Fergusons ältester Tochter, Prinzessin Beatrice. Nach deren Interview mit dem "London Evening Standard", in dem sie Epstein als Pädophilen bezeichnet hatte, soll Beatrice ihre Mutter beraten haben, wie sie öffentlich zurückrudern könne. Im Jahr 2012 erklärt Ferguson in einer E-Mail, ihre damals 22-jährige Tochter habe mit ihr darüber gesprochen und zugestimmt, dass es "wichtig" sei, die Presse darüber zu informieren, dass Epstein "seine Buße getan" habe.

Beatrice sei auch anwesend gewesen, als Ferguson im April 2011 einen Journalisten anrief und erklärte, es sei "falsch", Epstein weiterhin als Sexualstraftäter zu bezeichnen. "Er wurde wegen Sexualdelikten ins Gefängnis geschickt, aber er hat seine Strafe verbüßt und ist nun aus dem Gefängnis entlassen", habe sie demnach gesagt. Epstein war im September 2009 nach 13 Monaten Haft aus dem Gefängnis im Palm Beach County entlassen worden. Während seiner Haftstrafe durfte er das Gefängnis sechs Tage die Woche für mehrere Stunden verlassen und seiner Arbeit nachgehen.

Die "Daily Mail" zitiert außerdem aus einer E-Mail aus dem Jahr 2015, in der Epstein einem Freund versichert, dieser müsse sich keine Sorgen machen, Prinzessin Beatrice bei einer Veranstaltung in Mexiko zu treffen, da sie "dich mag". Bereits 2006 hatte Epstein gemeinsam mit seiner Vertrauten Ghislaine Maxwell und dem mittlerweile verurteilten Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein an Beatrices Feierlichkeiten anlässlich ihres 18. Geburtstags in der Royal Lodge teilgenommen.

Die neuen Enthüllungen werfen erneut Fragen zur Finanzierung von Fergusons Lebensstil auf. Mehrere ihrer Unternehmen befinden sich laut dem "Daily Mail"-Bericht in Liquidation. Kritiker fordern seit Jahren Aufklärung darüber, wer ihr luxuriöses Leben nach der Trennung von Andrew finanzierte - ebenso wie die zahlreichen Urlaube ihrer Töchter Beatrice und Eugenie.

Wie geht es für Andrew und Fergie weiter?

Während Ferguson sich zuletzt weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und Berichten zufolge Zeit in den französischen Alpen sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbracht hat, überschatten neue Entwicklungen die Familie. Andrew wurde am Donnerstag an seinem 66. Geburtstag in Sandringham festgenommen. Er wird verdächtigt, in seiner Zeit als Sonderbeauftragter vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben zu haben. Sein älterer Bruder, König Charles, sprach den Ermittlungsbehörden kurz darauf seine "uneingeschränkte Unterstützung und Kooperation" zu. "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen", erklärte er.

Auch Fergie scheint mit Blick auf ihre Zukunft nervös zu sein. Einigen Freunden soll sie der "Daily Mail" zufolge gesagt haben, dass sie wieder arbeiten müsse und Geld brauche. Royal-Experte Andrew Lownie, der zuletzt ein Buch über das Ex-Paar geschrieben hat, ist sich jedoch sicher: "In Großbritannien werden weder Sarah noch Andrew jemals wieder gesellschaftlich akzeptiert werden, egal, was sie versuchen oder wohin sie gehen."

Stattdessen könnten sie sich aber in den Nahen Osten absetzen - dort werde es "niemanden interessieren, was sie getan haben", zitiert die Daily Mail" Lownie. Im Nahen Osten "gibt es Leute - Royals, Politiker und Geschäftsleute -, bei denen Sarah sich ohne Weiteres aushalten lassen kann und die gern bereit sind, beide finanziell zu unterstützen", mutmaßt Lownie. Selbst ohne offiziellen Titel werde Ferguson weiterhin als Royal wahrgenommen und entsprechend behandelt - "und das weiß sie".

Derweil sollen die gemeinsamen Töchter Beatrice und Eugenie der "Daily Mail" zufolge "entsetzt" über die peinlichen E-Mails ihrer Mutter sein und sich "angewidert" und "beschämt" über neue Fotos ihres Vaters zeigen, auf denen er in Epsteins New Yorker Anwesen mit mutmaßlichen Missbrauchsopfern zu sehen ist.

Quelle: ntv.de, lpe

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