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"Dschungelcamp" - Tag 3 "Frauen sind mit das Coolste"

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Hey, Ansgar, wir wollen spielen.

Ansgar will mit Kattia schlafen, Hartwich zeigt Arschbomben-Talent und MaMa wird gequält. An Tag 3 wird es medizinisch. Friedrich fragt Farfalla über Sex und Kinderkriegen aus. Gebärmutter? Hä? Gibt's keine bei Amazon?

"BÄM!" Schon Tag drei. Zeit, das dürftige Rohmaterial zu verwursten und den verschüttgegangenen Ansgar zurück aufs Spielfeld zu holen: "Frauen sind mit das Coolste, was diese Welt hat", so die Ansage des Ansgars. Gemeint sind natürlich nur "BÄM-" und nicht "Bätschi-Frauen". Besonders Miss Vides hat es dem Känguruschwanzverweigerer angetan. Viele denken ja, der Ansgar würde erst lieber mit der Kattia schlafen, bevor er mit ihr redet, aber das ist eigentlich - auch "die Wahrheit".

"Der liebe Gott hat es wirklich sehr gut mit dir gemeint", flirtet der "weiße Brasilianer" die sonnengebräunte Kolumbianerin an. Ja, die Kattia ist schon eine "bildhübsche, lebensbejahende Person". Knick Knack mit Kattia, ein Träumchen für Bum Bum Brinkmann.

"Diese Beklemmungen, dieses Eingesperrte!"

Während der Wind an Tag drei schwermütig durch die auf Notstrom geschalteten Hirne der Camper bläst und Ansgar mit den werten Damen gemeinsam ein Bad im hauseigenen Pullertümpel nimmt, hat Matthias Mangiapane (kurz: MaMa) ganz andere Probleme. Im "Spaßbad Murwillumbah" soll er nach Sternen tauchen. Diese befinden sich jedoch in sehr engen, Millimeter kleinen Kammern, in denen sich aber wiederum große mindestens fünf Meter lange, sehr hungrige Krokodile und Haie befinden, natürlich die von der ganz schlimmen Sorte - die weißen, inklusive Revolvergebiss.

Ladylike im leckeren Maiskolben-Badeanzug gleitet MaMa an der Beckenleiter ins Nass und - bricht ab! Tauchen sei ja "generell nicht so sein Ding", warnt "die Schwuppe" und dann sind da auch noch "die Beklemmungen" und "dieses Eingesperrte". Schwuppdiwupp pfeift er die berühmten Worte: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" durch die Zahnlücke. Dafür legt Hartwich eine astreine "Arschbombe" hin, wenigstens einer, der die müden Geister weckt.

"Nicht genug Arsch in der Hose"

Im Camp hat sich nämlich bereits das Siechtum eingeschlichen. Überall Leiden und Jammern. Sydney will heim, Daniele geht ob seines eingeschränkten Kippenkonsums auf dem Zahnfleisch und überhaupt - alle kratzen sich! "Hier schaut mal: Ich krieg mein Auge nicht mehr zu, meine Hand ist auch so komisch gelb! Mann, ist die gelb, wieso is'n die so gelb?", fragt Daniele im Dschungeltelefon und hält seine Pranke demonstrativ in die Kamera.

Mensch, du Knirpslein, möchte man ihn ankeifen, quarz' gefälligst weniger! Wenn das Nikotin nicht nur in die Finger, sondern in die komplette Pfote gezogen ist, dann ist das ein Hinweis, dass du die Stummel nicht ordnungsgemäß ausdrückst, sondern auffrisst!

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Null Sterne, es ging nicht!

Derweil kehrt MaMa ohne Sterne, dafür aber "mit 'nem Scheißgefühl" ins Camp zurück. Er ist fertig mit der Welt, der kleine Kläffer, aber es gehört auch Arsch in der Hose zu sagen: "Ich hatte nicht genug Arsch in der Hose." Mit großen ungläubigen Augen lauschen die Camper seinem (Über)-lebensbericht.

Hier für Sie, die mangiapanische "Extended Version" der dramatischen Ereignisse: "Es gibt Bohnen mit Reis. Kein Stern. Eine Katastrophe! Dieser Swimmingpool! Fünf Kammern unter Wasser: Panik! Dieses Beklemmte!"

Natürlich kann man sich jetzt über MaMa aufregen, aber tief in seinem Inneren ist die Terrortöle ein zartes Blümchen, ein verkannter Poet, dem es gelingt, mit wenig Worten große Lyrik zu schaffen. Folgende feinste Verse sind in ihrer Metrik und zeitgenössischen Einfachheit nicht etwa von Gertrude Stein, nein, sie stammen von MaMa, kreiert in einem Moment künstlerischer Ekstase.

Schwäche

Ich kann das nicht

Wenn ich nicht kann

kann ich es nicht

Ich K A N N

das nicht machen

NEIN

wirklich nicht

Ich kann das nicht

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Wünscht sich mehr Respekt - Giuliana.

Am Ende dieses lyrischen mit Trotteligkeit vollgepumpten Tages wird es noch einmal ernst. Giuliana spricht über die einzelnen Schritte ihrer "schweren, achtstündigen OP", nach der sie viele Tage "blutete und Schmerzen hatte". Sie wünscht sich "Respekt" und hofft, einfach nur wie alle anderen, als "normaler Mensch" behandelt zu werden. Die Camper sitzen um das Transgender-Model herum und lauschen. Und natürlich bleiben bei so einem komplizierten Eingriff Fragen offen. So will etwa Dr. Dr. Med. Friedrich wissen: "Du kannst jetzt aber schon mit Männern pennen?!" Ja, aber nur mit denen, die was in der Birne haben, du Tropentoni, möchte man ihm am liebsten antworten.

Man weiß jetzt nicht genau, wie viele Jahre Friedrich die Schulbank gedrückt hat, Biologie hatte er vermutlich eher selten. Fragt er doch tatsächlich: "Aber schwanger werden kannst nicht?" Gebärmutter? Hä, wie? Kann man doch bei Amazon bestellen!

Was sonst noch geschah

Sydney schwitzt "wie eine Sau", Farfalla stürzt larissahaft die Treppen runter, weil sie von zwei "fickenden Kröten" erschreckt wird und Jenny hat noch immer Angst, "sich zu blamieren". Ansgar fasst die Lage zusammen: "Das hier ist eine Show, wenn ihr im roten Bereich seid, ist der Leistungssportler noch im Urlaub."

Zur Freude aller darf die keifende Zahnlücke zu seiner dritten Prüfung dackeln. MaMas Reaktion als ihm die frohe Kunde zuteil wird, ist von gewohnt epischer Tragweite: "Ich kann nicht, tut mir leid, ich k… "

Quelle: n-tv.de

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