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Friseurtermin und ZahnarztHat Jeffrey Epstein Rechnungen für Mette-Marit bezahlt?

24.02.2026, 18:23 Uhr
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Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen gerät immer mehr unter Druck. (Foto: picture alliance / Gonzales Photo/Ketil Martinsen)

Unlängst veröffentlichte Auszüge aus den Epstein-Akten werfen neue Fragen zur Beziehung zwischen Mette-Marit von Norwegen und dem Sexualstraftäter auf. Dabei geht es auch um finanzielle Zuwendungen.

Hunderte Male taucht der Name der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit in den bislang veröffentlichten Epstein-Akten auf. Aus den Unterlagen geht hervor, dass sich die heute 52-Jährige und der verurteilte Sexualstraftäter regelmäßig Nachrichten geschrieben und sich auch getroffen haben.

Die Kronprinzessin sah sich daraufhin genötigt, sich bei den Norwegern und König Harald V. öffentlich zu entschuldigen. Mette-Marit distanziere sich entschieden von Epsteins Übergriffen und kriminellen Handlungen, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme des Hofes. Sie bedaure sehr, nicht früher erkannt zu haben, was für ein Mensch er war. Sie wolle erzählen, was passiert ist und sich ausführlicher erklären, doch das schaffe sie aktuell nicht, weil sie sich in einer "sehr schwierigen Situation" befinde.

Tatsächlich ergeben sich aus den im Januar veröffentlichen Epstein-Akten neue Fragen an die Kronprinzessin, die auf Aufklärung warten. Beispielsweise, ob sie während ihres Besuchs bei Jeffrey Epstein Sachwerte erhalten hat. Oder ob der Millionär die Kosten für Dienstleistungen, die Mette-Marit in Anspruch genommen haben soll, übernommen hat.

"Die Kronprinzessin hat weder privat noch für Fonds oder Stiftungen, an denen sie beteiligt ist, Geld von Epstein erhalten oder mit vereinbart, Geld zu erhalten", heißt es zwar in einer Stellungnahme des norwegischen Königshauses. Bestätigt wurde allerdings, dass Mette-Marit im Frühjahr 2013 einige Tage in Epsteins Villa in Palm Beach verbracht hat.

Wie die norwegische Zeitung "Verdens Gang" (VG) herausgefunden haben will, soll Mette-Marit in diesem Zeitraum einen Fahrdienst in Anspruch genommen, außerdem soll Epsteins Friseur Philippe Barr einen Hausbesuch in der Villa gemacht haben. Auch von einem Termin bei einem Zahnarzt ist die Rede, bei der die Zähne der Kronprinzessin gebleacht worden sein sollen. Letzteres dementierte Hofsprecherin Guri Varpe. Epstein habe zwar einen Zahnarzt empfohlen, eine Zahnaufhellung sei aber nicht Teil der Behandlung gewesen. Die Frage danach, wer für die oben genannten Dienstleistungen aufgekommen sei, ließ sie allerdings laut "VG" unbeantwortet.

Auch ein Shopping-Trip nach New York am 27. März 2013 wirft Fragen auf. Laut Kontoauszügen überwies Epstein an diesem Tag 3950 Dollar an das Luxus-Kaufhaus Bergdorf Goodman. Ob er damit einen Einkaufsbummel der Kronprinzessin zahlte, bleibt bis dato ungeklärt.

Ehekrise beim Kronprinzenpaar

Zeitgleich zu den Spekulationen über potenzielle finanzielle Zuwendungen, die Mette-Marit von Epstein angenommen haben soll, verdichten sich Gerüchte, dass es in der Ehe des Kronprinzenpaares ernsthaft kriseln soll. So berichtet das norwegische Magazin "Se og Hør", dass Kronprinz Haakon und seine Frau derzeit eine schwierige Phase durchmachen sollen. Zusätzlich zu Mette-Marits Verwicklung in den Epstein-Skandal soll auch der Vergewaltigungs-Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby die Beziehung des royalen Paares schwer belasten.

Laut "Se og Hør" soll sich zudem auch das Verhältnis zu König Harald V. und Königin Sonja deutlich abgekühlt haben: "Am Hof soll eine Eisfront entstanden sein." Royal-Expertin Caroline Vagle erklärte dem Magazin, dass das Königspaar seine Schwiegertochter zwar "sehr lieb" habe, aber aktuell verständlicherweise von ihr enttäuscht sei: "Die mangelnde Urteilsfähigkeit der Kronprinzessin hat das Königshaus in eine enorme Krise gestürzt."

Quelle: ntv.de, csp

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