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Es mangelt an Weltstars Für Gottschalk ist "Wetten, dass..?" tot

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Thomas Gottschalk moderiert zu seinem 70. Geburtstag ein einmaliges Revival von "Wetten, dass..?".

(Foto: imago images / Future Image)

Zu seinem 70. Geburtstag präsentiert Thomas Gottschalk noch einmal die Sendung "Wetten, dass..?" - für ihn inzwischen pure Nostalgie. Im Vorfeld lästert er über die Stars von heute und erklärt, warum das einstige Kult-Format keine Zukunft hat.

Im Mai 2020 lässt das ZDF die Kult-Show "Wetten, dass..?" noch einmal aufleben. Anlass dafür ist der 70. Geburtstag von Thomas Gottschalk, der diese einmalige Spezialausgabe moderieren wird. Ein dauerhaftes Comeback der Sendung strebt Gottschalk aber nicht an. "Es ist eine Nostalgie-Veranstaltung, als ob Marcel Reich-Ranicki von den Toten aufersteht und noch mal das 'Literarische Quartett' machte. Es geht um wohlige Erinnerungen an vergangene Zeiten, aber das ist nichts, das in die Zukunft gerichtet ist", sagte Gottschalk im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Ein Showformat wie "Wetten, dass..?" könnte in Gottschalks Augen in der heutigen Zeit Probleme haben - und zwar in Sachen Promi-Dichte. "Ich habe in einer Zeit Fernsehen gemacht, in der die Weltstars noch Weltstars waren und zudem den Arsch hochbekommen haben, um in einer Halle in Friedrichshafen auf ihr Werk aufmerksam zu machen", so der 69-Jährige. Seine Kritik wird noch deutlicher: "Heute twittern sie oder machen sich auf Instagram bemerkbar. Und wenn sich eine Madonna bequemt, beim Grand Prix aufzutreten, kriegt sie anschließend auf die Fresse."

"Wetten, dass..?" wurde 2014 nach 34 Jahren vom ZDF eingestellt. In seiner neuen Literatursendung "Gottschalk liest?" im Bayerischen Rundfunk stehen dem Moderatoren Autoren wie Friedemann Karig, Johanna Adorján oder Marlene Streeruwitz Rede und Antwort. "Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen und finde das in Ordnung", sagt Gottschalk dazu.

Quelle: n-tv.de, fhe/spot

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