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Drachen über Winterfell "Game of Thrones": Der Anfang vom Ende

ACHTUNG!!!!, KEYS BEACHTEN!

Liebende, Gegner oder Verbündete?: Daenerys Targaryen und Jon Schnee

(Foto: HBO)

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"Game of Thrones" ist zurück und verschwendet keine Zeit. Die letzte Staffel der Serie beginnt mit einem epischen Wiedersehen in Winterfell. Doch wie könnte es anders sein: Jedem Anfang wohnt ein Grauen inne. Nicht nur Jon Schnee sollte sich anschnallen.

Bei "Game of Thrones" ist zum Schluss einfach alles möglich - sogar eine brandneue Titelsequenz. Die machte am frühen Montagmorgen zum Start der letzten Staffel müde Zuschauer schlagartig hellwach. Seit der Premiere vor fast auf den Tag genau acht Jahren wurde zu Beginn jeder Folge gezeigt, wie riesig die "Game of Thrones"-Welt ist. Nun aber führen alle Wege von der Mauer über Winterfell schnurgerade nach Königsmund direkt vor den Eisernen Thron. Wer wird ihn am Ende erobern? Das ist in den letzten sechs Folgen des TV-Spektakels die Frage aller Fragen. Doch eigentlich geht es bei "Game of Thrones" um etwas ganz anderes. Das zeigte auch der Anfang vom Ende.

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Bis zuletzt wurde der Name der Staffelpremiere geheimgehalten. "Winterfell" ist Titel und Programm zugleich. Hier begann am 17. April 2011 mit "Der Winter naht" eine Geschichte, die die Welt im Sturm erobert hat. Die Weißen Wanderer waren damals eher die Kirsche auf der Sahne. So auch dieses Mal. "Game of Thrones" wartet mit der angekündigten epischen Schlacht. Stattdessen konzentriert sich die Serie klugerweise auf ihr Herz. Sie schließt den Kreis und kehrt an den Anfang zurück. In der allerersten Folge beugte ein Ehrenmann wider besseres Wissens vor einem Herrscher das Knie und ein Bruder beging aus Liebe ein unsägliches Verbrechen. Wiederholt sich die Geschichte?

"Game of Thrones" läutet Finale ein

Eines steht jedenfalls fest: An niemandem sind die vergangenen acht Jahre spurlos vorübergegangen. "Winterfell" wird, wie im Trailer bereits angekündigt, ein großes Wiedersehen - inklusive Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) und ihren zwei verbliebenen Drachen. Als Zuschauer hat man unweigerlich die Gesichter von einst vor Augen, wenn zu lange getrennte Figuren einander endlich wieder in die Arme schließen können.

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Doch mittlerweile sitzt das Misstrauen tief. "Hast du gekniet, weil du den Norden retten wolltest oder weil du sie liebst?", fragt Sansa Stark (Sophie Turner) ihren ehemaligen König und Bruder Jon Schnee (Kit Harington). Dessen Blick beweist, dass Ygrittes Urteil von damals immer noch steht. Jon hat keine Ahnung. Lange kann er sich das nicht mehr leisten. Seit dem Ende von Staffel sieben ist klar: Jon Schnee ist in Wahrheit Aegon Targaryen, der wahre Erbe des Eisernen Throns und nicht zuletzt Daenerys' Neffe. Das verheißt irgendwie nichts Gutes für die Liebesgeschichte der beiden.

Wir wollen uns Spoiler an dieser Stelle ersparen. Nur so viel sei gesagt:

  • die junge Lady Lyanna Mormont (Bella Ramsey) spricht mal wieder Klartext
  • Tyrion (Peter Dinklage) zieht beim Wiedersehen mit Ex-Frau Sansa den Kürzeren
  • Cersei (Lena Headey) knickt ein
  • Pferde sind für Jon ab jetzt nur noch zweite Wahl
  • Samwell Tarly (John Bradley) erhält einen Auftrag
  • Bronn (Jerome Flynn) ebenfalls
  • Theon Graufreud (Alfie Allen) ist endlich, endlich wieder ein Mann

Von allen Figuren hat sich Bran (Isaac Hempstead Wright) am stärksten verändert. Er verbringt die erste Folge weitgehend stoisch sitzend im Innenhof von Winterfell. "Ich warte auf einen alten Freund", sagt Bran. Lange muss er nicht ausharren.

"Game of Thrones" in Spielfilmlänge

Der Auftakt der achten Staffel wird Fans nicht enttäuschen. Die Schöpfer David Benioff und D. B. Weiss haben auch keine Zeit zu verlieren. Nur fünf Folgen bleiben bis zum Ende am 19. Mai (in Deutschland in der Nacht zum 20. Mai). Dafür gibt es pro Episode besonders viel "Game of Thrones". "Winterfell" war mit einer Laufzeit von rund 54 Minuten die kürzeste Folge. Die Zweite soll auf 59 Minuten kommen, danach geht es in Spielfilmlänge (um die 80 Minuten) weiter.

Schon verraten wurde, dass im Kampf gegen den Nachtkönig und seine Weißen Wanderer alles auf einen Kampf um Winterfell zusteuert. Der soll die Schlacht der Bastarde weit in den Schatten stellen und sich vor dem Kampf um Helms Klamm in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" nicht zu verstecken brauchen. Das Gemetzel in der Tolkien-Verfilmung hatte damals rund 40 Minuten gewütet.

Also: Noch mal tief durchatmen. Viel Spaß und starke Nerven. For the Throne.

"Game of Thrones" läuft auf Sky.

Quelle: n-tv.de

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