Premiere neuer Serie in Berlin"Game of Thrones"-Schöpfer deutet weiteres Spin-off an

Sechs Jahre nach dem Ende von "Game of Thrones" feiert in Berlin eine neue Serie mit sechs Folgen Weltpremiere. Sie spielt ebenfalls in Westeros, hat aber nichts mit dem Kampf um den Eisernen Thron zu tun. George R.R. Martin selbst schwärmt von der Geschichte und deutet eine Fortsetzung an.
Gut 14 Jahre nach der Erstausstrahlung von "Game of Thrones" ist die Geschichte um Westeros für ihren Autor George R. R. Martin noch lange nicht abgeschlossen. Gerade erst feierte ein Ableger der Mittelalter-Kultserie seine Weltpremiere in Berlin. Bei der Veranstaltung zur neuen Serie "A Knight of the Seven Kingdoms" im Zoopalast war der Autor mit anwesend.
Erst kürzlich machte der Schriftsteller in einem Podcast deutlich, dass er sich weitere Geschichten und TV-Ableger rund um das Königreich vorstellen kann. Die Erzählung um "A Knight of the Seven Kingdoms“ bezeichnete der 77-Jährige als "eine der besten Entscheidungen, die ich je als Autor getroffen habe".
Die sechs Folgen über die Abenteuer von Ritter Ser Duncan dem Großen und seinem Knappen Egg sind ab Montag, 19. Januar, bei dem Streamingdienst HBO Max verfügbar. Sie sollen rund 90 Jahre vor den Ereignissen der Originalserie spielen, sind im Gegensatz zu "Game of Thrones" aus der Perspektive von zwei Volksleuten geschrieben und beruhen auf Martins Trilogie "Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben".
Im Podcast machte er deutlich, dass es noch sehr viel mehr über die beiden Hauptcharaktere zu erzählen gebe. "Ich wollte eine Geschichte erzählen, die sich bis zu einem gewissen Grad auf die einfachen Leute fokussiert - auf die Menschen, die keine Lords sind, die nicht um Macht rivalisieren und die den Eisernen Thron nicht einmal dann bekommen würden, wenn in ganz Westeros alle anderen sterben würden", erklärte Martin.
Schauspieler schwärmen von aufregenden Dreharbeiten
"Es war eine absolut verrückte Erfahrung!", erzählte der elfjährige Dexter Sol Ansell über die Dreharbeiten. Er habe fast ein Viertel seines Lebens, also zwei Jahre an den Dreharbeiten mitgewirkt und sei nun froh, dass die ganze Welt die Serie sehen werde.
Der Schauspieler Shaun Thomas, der ebenfalls mitspielt, sprach von einer "surrealen Erfahrung". Er habe es geliebt, eine Rüstung anzuziehen, Pferde zu reiten und mit Schwertern zu kämpfen, sagte er.
Martin wirkte als Co-Creator und Executive Producer an der Serie mit. Es ist bereits der zweite Ableger nach dem Ende der ersten Serie im Jahr 2019. Die Prequel-Serie "House of the Dragon" geht im Sommer in die dritte Staffel.