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"Er ist unschuldig" Geschäftsfrau bezahlt Kaution für R. Kelly

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Am Montag ist R. Kelly auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Drei Nächte verbringt R. Kelly im Gefängnis, weil er die Kaution nicht hinterlegen kann. Dann plötzlich kommt er raus. Eine Frau aus Chicago hat die 100.000 Dollar hinterlegt. Sie glaubt, der 52-Jährige sei unschuldig.

Valencia P. Love ist mit R. Kelly befreundet, und sie ist - zum jetzigen Zeitpunkt - der festen Überzeugung, dass der Sänger unschuldig ist. Deshalb hat sie die 100.000 US-Dollar Kaution, die für seine Freilassung gefordert wurden, organisiert und hinterlegt.

"Es gibt drei Seiten jeder Geschichte", so Love zu Tia A. Ewing vom Chicagoer Sender "FOX32". Es gäbe Kellys Seite, die der mutmaßlichen Opfer und die Wahrheit. "Wenn er mir als Freund sagt, er sei unschuldig, dann kann ich das nur glauben." Er sei kein Monster, ihr gegenüber habe er sich immer wie ein Gentleman verhalten. Zudem es gäbe weitaus schlimmere Probleme in Chicago, zum Beispiel Hunderte katholische Priester, die wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt seien, sowie eine vermisste Frau namens Kierra Coles. Die schwangere Postangestellte ist seit Mitte November verschwunden.

"Wenn er es getan hat, war es falsch"

Sie wolle damit nichts relativieren, so Love. "Wenn er es getan hat, dann war das falsch", sagte sie, aber sie glaube auch, er solle die Chance bekommen, seinen Namen rein zu waschen. Das Geld, das Love hinterlegt hat, um Kelly aus dem Gefängnis zu holen, gehört allerdings nicht ihr selbst. Woher sie es hat, sagt sie allerdings auch nicht. Sie glaubt, Kelly könne die Summe schon noch selbst aufbringen, nur habe sie seine Entlassung beschleunigen wollen.

R. Kelly wird sexueller Missbrauch in zehn Fällen vorgeworfen, vollzogen an vier Opfern zwischen 1998 und 2010. Drei der Frauen sollen zum damaligen Zeitpunkt jünger als 17 Jahre gewesen sein. Am Samstag setzte ein Richter eine Kaution von einer Million US-Dollar fest. Nach US-Regeln musste Kelly nur zehn Prozent - 100.000 Dollar - als Sicherheit hinterlegen. Allerdings hätte er die selbst nicht, wie sein Verteidiger mitteilte.

Quelle: ntv.de, nan