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"Körper fordert sein Recht" Gottschalk gibt seine Sendungen auf

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Thomas Gottschalk beendet seine monatliche Sendung.

(Foto: dpa)

Seit drei Jahren plaudert Thomas Gottschalk im BR regelmäßig mit Hörern und spielt alte Rocksongs. Damit ist nun Schluss. "Nichts ist und nichts bleibt wie es war", sagt er zum Ende seiner letzten Radiosendung und nennt gesundheitliche Gründe. Einen Tag später rudert er zurück.

Thomas Gottschalk hat Fans und Wegbegleitern einen gehörigen Schrecken eingejagt. Der Moderator hatte angegeben, er höre aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Radio-Show sowie seiner Literatur-Fernsehsendung im Bayerischen Rundfunk auf. "Ich merke doch, dass mein Körper sein Recht fordert", sagte der 69-Jährige in seiner Radiosendung auf Bayern 1 am Sonntagabend, die seine vorerst letzte gewesen sein soll. "Mein Arzt hat mir gesagt, es wäre hochriskant, wenn ich weiter wie bisher einmal im Monat das Bett verlasse", scherzte er. "Deswegen kann ich leider die Regelmäßigkeit dieser Veranstaltung nicht mehr garantieren."

*Datenschutz

Er werde "zu gegebener Zeit wieder in diesem Haus auftreten und tanzen", sagte Gottschalk, der in Baden-Baden lebt: "Aber jetzt gehen wir es mal ein bisschen langsamer an." Er habe den Sender darüber informiert, dass er seine monatliche Sendung "aus persönlichen Gründen" vom kommenden Jahr an nicht mehr moderieren werde, teilte der Bayerische Rundfunk mit.

Der BR teilte zudem mit, dass Gottschalk auch mit seiner Fernsehsendung Schluss macht. Die Ausgabe am 10. Dezember solle sein Abschied sein. "Auch für die Bayern 1 Silvesterparty 2019 sowie ab kommendem Jahr für die Literatursendung 'Gottschalk liest?' steht er auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung", hieß es in einer Mitteilung des Senders.

Auf Twitter schrieb "Bayern 1": "Die Gesundheit fordert mehr Ruhe." Zum Ende seiner Sendung versuchte Gottschalk, besorgte Hörer zu beruhigen: "Es ist weder so, dass es mir schlecht geht, noch, dass ich mich aus irgendwelchen Gründen zurückziehe", sagte er. "Nichts ist und nichts bleibt wie es war." Er versprach, er werde zurückkehren: "I will be back." Gottschalk werde dem Sender verbunden bleiben. Er habe "zugesagt, auch künftig für das ein oder andere Special zur Verfügung stehen", teilte der BR mit. "Bayern 1" twitterte alte Videoausschnitte von einem sehr jungen Gottschalk und ein Hörer schrieb: "Schade!!!! (...) Wir haben uns sehr auf die monatliche Sendung gefreut! Das wird sehr fehlen."

Alles nur "scherzhaft gemeint"

Einen Tag nach der Ankündigung zog der 69-Jährige mit beschwichtigten Worten nach: "Alles was ich in TV und Radio von mir gebe ist eher scherzhaft gemeint." Auch der Sender Bayern 1 schrieb auf Twitter, Gottschalk "erfreut sich unseres Wissens nach bester Gesundheit". Offenbar sei der erste Tweet missverständlich gewesen.

Vor knapp drei Jahren hatte Gottschalk mit der Sendung "Gottschalk - Die Bayern 1 Radioshow" sein Radio-Comeback gefeiert. Seither hatte er meist am ersten Sonntag im Monat alte Rockmusik gespielt und mit seinen Hörern geplaudert.

Vor Jahrzehnten hatte Gottschalk seine Karriere als Radiomoderator beim BR gestartet. In seiner ersten Sendung habe er damals "Wild West Hero" des Electric Light Orchestras gespielt, sagte Gottschalk am Sonntag, bevor er den Song auch für seine letzte Sendung wieder hervorholte. Er klinge immer noch genau so gut. "Leider sehe ich nicht mehr genau so gut aus. Ich habe doch viele Kräfte in diesem Hause gelassen."

Kürzlich wurde bekannt, dass Gottschalks Kultshow, "Wetten, dass..?" im kommenden Jahr nochmals für eine einmalige Neuauflage zurückkommen soll. Die Unterhaltungssendung soll nach ZDF-Angaben am 7. November 2020 aus Offenburg in Baden-Württemberg kommen. Das bliebe trotz des angekündigten BR-Rückzugs des Entertainers unverändert, sagte eine ZDF-Sprecherin.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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