In L.A. "abgefackelt"Hannes Jaenicke will sein Haus nach Brand wieder aufbauen

Vor einem Jahr wüteten im Raum Los Angeles schwere Großbrände. Auch das Haus von Hannes Jaenicke brennt dabei nieder. Nun will der Schauspieler es wieder aufbauen - trotz Hindernissen.
Viele Jahre war Los Angeles das zweite Zuhause für Hannes Jaenicke. 2025 verliert der deutsche Schauspieler, der eigentlich im bayerischen Utting am Ammersee wohnt, aber einen amerikanischen Pass hat, seinen geliebten Zweitwohnsitz. Sein Haus wird ein Opfer der Flammen, als zerstörerische Brände rund um Los Angeles wüten. Es sei "die Hölle" gewesen, alles sei abgebrannt, erklärte der 65-Jährige damals gegenüber dem "Bunte"-Magazin.
Zwei schwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, hatten zu Beginn des vorigen Jahres mehr als 16.000 Gebäude zerstört und 31 Menschenleben gefordert. Bei starken Winden breiteten sich die Flammen schnell aus. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Einsatz, um die Brände einzudämmen.
"Ich fände es falsch zu sagen: 'Oh Gott, das Haus ist abgefackelt, wir streichen die Segel'", verkündet Jaenicke nun, knapp ein Jahr nach dem Feuerdrama, im Interview mit dem Magazin "Der Spiegel". So einfach aufzugeben, sei "nicht mein Ding", erklärt der Schauspieler. Daher plane er, sein niedergebranntes Haus wieder aufzubauen.
Das gestaltet sich aktuell aber noch schwierig, denn der Boden sei dort, wo das Feuer gewütet hat, extrem verseucht, weil etwa Batterien, Farben und Haushaltsgeräte verbrannt seien. Ob Jaenicke nach dem Wiederaufbau dann auch selbst wieder in dem Haus leben will, ist derzeit unklar.
"Lektion im Loslassen"
Im Gespräch mit "Der Spiegel" schildert Jaenicke noch einmal seine Evakuierung vor einem Jahr: "Mein Nachbar ist Feuerwehrmann und hat noch Schläuche verlegt, aber die Hydranten hatten kein Wasser. Um 14 Uhr hat er mir gesagt, wir sollten packen. Ich habe meinen Pass genommen, den Laptop, einen Waschbeutel. Um 14.30 Uhr waren wir draußen. Etwas später war der ganze Landstrich weg."
Zum Umgang mit all den Erinnerungen und Wertgegenständen, die in seinem Haus verbrannt sind, erklärt der 65-Jährige, dass er gelernt habe, loszulassen. Er habe "ein paar ideelle Werte, die mir echt wehtun" verloren, darunter Briefe seiner Mutter und Großmutter, hatte er kurz nach dem Brand im Interview mit "Bild am Sonntag" offenbart. Schon da erkannte er seinen Verlust aber als "Lektion im Loslassen": "Wir verlieren ja ständig irgendwas oder irgendwen. Dinge, die einem wichtig sind. Seine Eltern. Die besten Freunde oder eine große Liebe."