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"Es ist dramatisch" Harry Wijnvoord geht auf Walter Freiwald zu

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Das war einmal: Harry Wijnvoord (r.) und Walter Freiwald 1993 bei "Der Preis ist heiß".

(Foto: imago stock&people)

Einst waren sie gemeinsam die Aushängeschilder der Erfolgsshow "Der Preis ist heiß". Dann waren sie sich spinnefeind. Doch Walter Freiwalds öffentliches Krebs-Geständnis stellt noch einmal alles auf den Kopf. Harry Wijnvoord springt über seinen Schatten, greift zum Telefonhörer - und ist erschüttert.

Die Nachricht kam wie aus heiterem Himmel. Aber nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen ihrer Schonungslosigkeit schlug sie ein wie eine Bombe - bei Zuschauern, Medien und ehemaligen Weggefährten.

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Wijnvoord - hier vor wenigen Tagen bei einer Charity-Gala in Berlin - ist inzwischen 70 Jahre alt.

Die Rede ist von dem Krebs-Geständnis, das Walter Freiwald am Mittwoch via Twitter machte. Er wolle einer möglichen Berichterstattung zuvorkommen, schrieb er dort, und "selbst mitteilen, dass ich unheilbar krank geworden bin und diese Krankheit nicht überleben werde". Und er fügte die erschreckenden Worte hinzu: "Der Krebs ist ein Arschloch und wird mich töten. Ich liebe meine Frau und meine Kinder."

Jahrelang ist Walter Freiwald in den 90ern eines der beiden Aushängeschilder der Spielshow "Der Preis ist heiß" bei RTLplus, wie das RTL-Hauptprogramm damals noch hieß. Sein Counterpart ist Harry Wijnvoord, der als eigentlicher Showmaster durch die Sendung führt. Freiwald obliegt es dagegen die Produkte, die es in dem Dauerwerbeformat zu gewinnen gibt, anzupreisen.

Von der Show ins Dschungelcamp

Doch nicht nur das verbindet die beiden Urgesteine des Privatfernsehens, sondern auch, dass sie an diese Glanzzeit im TV-Rampenlicht nicht anknüpfen konnten. So fanden sich beide später im Dschungelcamp wieder - Wijnvoord bereits in der zweiten Staffel 2004, Freiwald viele Jahre darauf in der Ausgabe von 2015.

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Walter Freiwald feierte im April seinen 65. Geburtstag.

(Foto: imago/Revierfoto)

Wer jedoch dachte, all die gemeinsamen Erfahrungen hätten das Gespann zusammengeschweißt, irrte. Stattdessen machten Wijnvoord und Freiwald auch in der Öffentlichkeit keinen Hehl aus ihrer gegenseitigen Abneigung. Manche Verletzungen und Eitelkeiten, die aus der zusammen verbrachten Zeit bei "Der Preis ist heiß" herrührten, schienen dort mit hinein zu spielen.

Doch Freiwalds jetziges Krebs-Geständnis hat auch Wijnvoord nicht kalt gelassen. Im Gegenteil: Der 70-Jährige warf spontan alle Aversionen der vergangenen Jahre über Bord und griff zum Hörer, um seinen fünf Jahre jüngeren Ex-Kollegen anzurufen. Das verriet der Niederländer im Gespräch mit RTL.de.

"Eine ganz bittere Sache"

"Wir waren in den letzten Jahren nicht die besten Freunde, aber diese Nachricht hat mich geschockt und alles relativiert", erklärt Wijnvoord seinen Vorstoß und fügt hinzu: "Ich bin über meinen Schatten gesprungen und habe ihn sofort angerufen, um ihm zu sagen, dass er das nicht verdient. Er hat sich sehr darüber gefreut, wir haben bestimmt 20 Minuten gesprochen."

Nach dem Gespräch sei er "sehr niedergeschlagen" gewesen, berichtet Wijnvoord, "weil ich gemerkt habe, dass es ihm schlecht geht." Und er führt weiter aus: "Ich weiß nicht, wie lange das noch dauert. Es ist dramatisch und sieht sehr schlecht aus." Er wünsche Freiwald nun ganz viel Kraft. "Es ist eine ganz bittere Sache zu wissen, dass man sterben muss", so Wijnvoord.

Auch bei Freiwald direkt fragte RTL eine Stellungnahme an. Er wollte sich bislang jedoch nicht weiter äußern.

Quelle: n-tv.de, vpr

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