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"Wer wird Millionär?"Jauch verplappert sich: "Es ist mir kalt den Rücken runtergelaufen"

02.03.2026, 23:32 Uhr
imageVon Nina Jerzy
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Pleiten, Pech und Pokern sind dieses Mal bei Jauch angesagt. Er verrät glasklar die richtige Antwort. Ein Kommissar wäre fast bei 100 Euro rausgeflogen, ein Metal-Fan adelt die "Schisservariante" und ein Gewinn finanziert die nächste Samenspende.

Wenn Günther Jauch mal so richtig danebengreift, regt sich keiner mehr auf als er selbst. Das lag am Montagabend aber auch daran, dass der Patzer fast niemandem sonst aufgefallen war – was bei dem Moderator ebenfalls für Unmut sorgte. "Ich Depp habe mich doch noch verplappert. In dem Moment ist es mir kalt den Rücken runtergelaufen", gestand Jauch und schimpfte zugleich: "Prima, dass mir niemand zuhört."

Diesen Publikumsjoker hätte sich Nadine Christmann aus Bocholt wirklich sparen können. Aber auch der Kinderkrankenschwester war Jauchs Fauxpas nicht aufgefallen. Er hatte sie in der 8000-Euro-Runde gefragt: "Reem Alabali Radovan wurde 2025 Mitglied der ...: A) DFB-Nationalelf, B) Bundesregierung, C) DSDS-Jury, D) Deutschen Bischofskonferenz?"

Jauch verrät Antwort

Christmann war überfragt. Da gab Jauch die Lösung quasi vor. "Wann hatten wir Wahlen?", fragte der Moderator. Noch ahnungslos verwies er freimütig auf die vorgezogene Bundestagswahl und erklärte mit Blick auf Alabali Radovan: "Da haben wir schon ein gutes Jahr." Damit konnte die Antwort laut Jauch ja nur "Bundesregierung" lauten.

Als sich die Kandidatin dennoch für den Zusatzjoker entschied, rechnete Jauch dank seines Patzers mit einer Flut an Freiwilligen ("das ist jetzt nicht so schwer"), wurde allerdings umgehend enttäuscht. Es folgte eine Jauchsche Publikumsbeschimpfung: "Alle pennen hier weiter und nur sechs stehen auf! Mensch, Mensch, Mensch! Das ist wie zu Hause. Ich rede gegen Wände."

Der Zusatzjoker (ein Rentner, der sich als Ortsbürgermeister engagiert) konnte Christmann aufklären: Die SPD-Politikerin ist Bundesministerin, genauer gesagt Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit. "Ich sag nichts mehr", verkündete Jauch in der nächsten Runde.

Leider war da für Christmann auch Schluss. Sie sollte wissen, welcher Schauspieler häufig in Filmen zu sehen ist, die im Titel "12" oder "Sieben" tragen. Der Telefonjoker tippte auf Jack Nicholson, gesucht wurde aber Brad Pitt (unter anderem "Ocean's Twelve", "Sieben" und "12 Monkeys"). Entsprechend zufrieden war die Kandidatin mit ihrem Gewinn.

Gewinn für Samenspende

"Mit 8000 (Euro) sind Sie gut dabei", meinte Jauch ebenfalls. Christmann und ihre Lebenspartnerin wollen sich mit dem Geld den Wunsch nach einem zweiten Kind erfüllen, am liebsten mit dem Spender von der Samenbank, der bereits ihren Sohn "gezeugt" hat. "Man muss halt gucken, ob der noch verfügbar ist", sagte die Krankenschwester. "Da sind die 8000 Euro gut angelegt", fand Jauch.

Nicht völlig zufrieden schien in dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?" hingegen Polizeioberkommissar Kevin Sommerfeld aus Garbsen bei Hannover mit seinem Abschneiden gewesen zu sein. Allerdings war bei dem Ordnungshüter von der Autobahnpolizei von Anfang an der Wurm drin. Er hätte bei 100 Euro bereits rausfliegen können. "Nicht nur Tierpfleger im Zoo kommen sich bei der Arbeit schon mal ...?", fragte Jauch ganz harmlos. Zur Auswahl standen: A) in den Käfig, B) ins Gehege, C) in den Zwinger, D) ins Becken.

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Kevin Sommerfeld hatte einen durchwachsenen Abend bei Jauch.

Der Kandidat stand auf dem Schlauch. "In den Käfig – ja, klar", sagte Sommerfeld zunächst, wurde aber netterweise von der Regie nicht auf die falsche Antwort festgenagelt. Dann schwenkte er auf das korrekte Gehege um, nur um zum Becken zu wechseln. "Wäre natürlich eine coole Nummer, wenn ich jemanden anrufen würde", scherzte der 34-Jährige. Das ersparte er sich, benötigte den ersten Joker aber schon für die 1000-Euro-Frage, als Jauch fragte, welches Wort ein Infinitiv sein kann: gewackelt, gekippt, gefallen oder gebrochen?

Eine Dame im Publikum half dem Polizeioberkommissar für 4000 Euro weiter, als es darum ging, welche im Kessel oben oder unten schwimmende Zutat ober- und untergäriges Bier voneinander unterscheidet (richtige Antwort: Hefe). In der nächsten Runde wusste sein Telefonjoker sofort, dass von den Fußballbundestrainern Vogts, Völler, Herberger und Derwall nur Berti Vogts denselben Rufnamen trägt wie ein Mainzelmännchen.

Der 50:50-Joker half Sommerfeld schließlich bei der Herleitung, dass sich das japanische Wort "Ikigai" auf Dinge bezieht, für die es sich zu leben lohnt. Der dann jokerlose Kandidat musste bei der nächsten Frage passen und stieg mit 16.000 Euro aus. Er wusste nicht, dass De Beers mit Diamanten handelt und nicht etwa mit Schokolade oder Baumwolle.

"Schisser" zockt bei Jauch

Anschließend bewies Sascha Christoph-Lubojanski aus Gülzow in Schleswig-Holstein, wie wertvoll die sogenannte Schisservariante bei "Wer wird Millionär?" sein kann. Die Taktik des Metal-Fans, der im Hamburger Hafen arbeitet, ging voll auf. Nachdem er sich die 16.000 Euro gesichert hatte, erlaubte sich der 57-jährige Glatzen- und Rauschebartträger eine echte Zockernummer.

Der zweifache Vater fackelte noch nicht einmal lange, als Jauch für 64.000 Euro wissen wollte: "Von wo nach wo kann man eine Flusskreuzfahrt buchen ...? A) Saarbrücken - Bremen, B) München - Rostock, C) Aachen - Frankfurt (Oder), D) Konstanz - Kiel." Christoph-Lubojanski folgte seinem Bauchgefühl und loggte A ein, ohne seinen noch vorhandenen Telefonjoker zu konsultieren. Tatsächlich kann man unter anderem über Saar, Mosel, Rhein, Mittelkanal und Weser von Saarbrücken nach Bremen schippern.

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Sascha Christoph-Lubojanski zockte ordentlich.

64.000 Euro holte in der WWM-Ausgabe vom Montagabend auch Chrestien Delonge aus Köln, der sich als Erster für den heißen Stuhl qualifiziert hatte. Der Performance-Marketing-Manager arbeitet bei einer Sparkasse und entscheidet, wo Werbung geschaltet wird, unter anderem bei RTL. "Würde sagen, wir setzen Sie schon mal auf 16.000 Euro – damit die Performance stimmt", scherzte Jauch.

So viel Unterstützung hatte Delonge aber gar nicht nötig. Er setzte seinen ersten Joker erst in der 16.000-Euro-Runde und hatte am Ende auch noch Glück mit seinem Telefonjoker. Der sicherte ihm die 64.000 Euro, indem er wusste, dass der FC Bayern München in den 80ern Platz 1 der Ewigen Tabelle der Fußballbundesliga nicht von Borussia Dortmund, sondern vom 1. FC Köln übernommen hat.

Wenige Minuten vor Ende nahm noch schnell Studentin Moema Scooci auf Jauchs heißem Stuhl Platz. Rentnerin Elisabeth Jakubowski hatte leider auch am Schluss in den schnellen Auswahlrunden keine Chance gegen die junge Konkurrenz. Dabei war ihr als einer der wenigen im Studio Jauchs Patzer zu Beginn der Sendung aufgefallen. "Sie verkörpern ja das blühende Leben", attestierte Jauch seinem 86 Jahre alten Gast. Vielleicht darf Jakubowski ja noch einmal bei einem Senioren-Special antreten. Scooci kam an diesem Abend bis zur 500-Euro-Frage und kehrt nächsten Montag wieder.

Quelle: ntv.de

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