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Millionen Dollar monatliche Ausgaben Johnny Depp soll vor finanziellem Ruin stehen

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Nicht nur ausgabefreudig, sondern laut "Forbes" auch überbezahlt: Johnny Depp

picture alliance / Richard Shotw

Die Beratungsfirma TMG zieht gegen Johnny Depp vor Gericht - und gibt in ihrer Klage an, der Schauspieler stehe vor dem Bankrott. Er habe jahrelang auf großem Fuß gelebt. Depp geht seinerseits gegen seine Ex-Berater vor.

Der US-Schauspieler Johnny Depp steht einer Klageschrift zufolge kurz vor dem finanziellen Ruin. Er habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 2 Millionen Euro monatlich ausgegeben, heißt es in einer bei Gericht in Los Angeles eingereichten Klage von Depps ehemaliger Beratungsfirma The Management Group (TMG). TMG will den 53-jährigen Hollywoodstar wegen unbezahlter Millionen-Rechnungen zur Rechenschaft ziehen.

Depp, dessen Name vor allem mit der mehrteiligen Piratensaga "Pirates of the Carribean" verbunden ist, machte demnach allein für seine 14 Häuser rund 75 Millionen Dollar locker. Unter anderem besitzt er ein Schloss in Frankreich auf 18 Hektar Grund sowie Immobilien auf den Bahamas, in Los Angeles, einen Reiterhof im US-Bundesstaat Kentucky und mehrere Domizile in Hollywood.

Außerdem habe der Schauspieler seit 2000 etwa 18 Millionen Dollar für eine Jacht ausgegeben, 45 Luxusautos erworben und monatlich rund 700.000 Dollar für Privatjet-Flüge, Wein und seine 40 Angestellten berappt. Zudem besitze der Kunstliebhaber und Sammler etwa 200 Originale berühmter Künstler, darunter Werke von Warhol und Klimt, sowie 70 Gitarren.

Kanone für Hunter S. Thompson

Als besonders exzentrisch und verschwenderisch gilt allerdings die Aktion, die Depp anlässlich des Todes des US-Schriftstellers Hunter S. Thompson im Jahr 2005 veranstaltete: Damals zahlte Depp drei Millionen Dollar für eine Trauerfeier, bei der die Asche des Autors mit einer Kanone in die Luft geschossen wurde. Depp hatte die Ikone der literarischen US-Subkultur 1998 in dem Film "Fear and Loathin in Las Vegas" verkörpert.

Auch seine kürzliche Scheidung von der Schauspielerin Amber Heard nach nur eineinhalb Jahren Ehe schlug teuer zu Buche: Nach einer außergerichtlichen Einigung muss der Star sieben Millionen Dollar an die 30-Jährige zahlen.

Depp verklagte Mitte Januar seinerseits TMG und forderte 25 Millionen Dollar für schlechte Finanzberatung und Geschäftsführung. TMG-Anwalt Michael Kump sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Firma habe "alles in ihrer Macht Stehende getan, um den Schauspieler vor sich selbst zu schützen". Im vergangenen Jahr hatten sich die Wege von Depp und TMG getrennt, die nun noch 4,2 Millionen Dollar fordert.

Quelle: n-tv.de, rpe/AFP

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