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"Wer wird Millionär?"Kandidat versteht Millionenfrage falsch, Bill Kaulitz triumphiert

20.04.2026, 23:15 Uhr
imageVon Nina Jerzy
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Erstmals seit fast Dezember 2023 stellte Jauch wieder die Millionenfrage. (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Die erste Millionenfrage seit fast drei Jahren läuft nicht wie erwartet. "Er hat die Frage falsch gelesen, super", stellt Jauch fest. Er sammelt einen dritten Bruder als Kandidaten (Überraschung!) und gewinnt neue Hochachtung vor Telefonjoker Bill Kaulitz.

Viel hat wirklich nicht gefehlt und Tom Wollnik hätte der neue Gewinner bei "Wer wird Millionär?" (WWM) werden können. Günther Jauch stellte in der Sendung vom Montagabend zum ersten Mal seit Weihnachten 2023 die Millionenfrage. Der Softwareentwickler aus Berlin hatte nach seinem souveränen Durchmarsch aus der vorherigen Sendung gleich den richtigen Riecher. Und lag zugleich völlig daneben. "Toll, er hat die Frage falsch gelesen, super", stellte Jauch fest.

Wollnik stieg gleich mit der Frage für eine Million Euro ein. "Meine Risikotoleranz hat sehr stark abgenommen", klärte er Jauch auf, nachdem er bei der Frage für 500.000 Euro noch alles auf eine Karte gesetzt hatte. Der 28-Jährige war sich nämlich aus dem Stand sicher gewesen, dass Walmart und nicht etwa Amazon der größte private Arbeitgeber der Welt ist. Der jokerlose Kandidat vertraute seinem Instinkt und riskierte den Absturz auf 500 Euro.

Millionenfrage bei Jauch

Für eine ähnliche Aktion bei der Millionenfrage müsse er sich jetzt schon sehr sicher sein, schränkte Wollnik ein. Die Frage schien nicht unlösbar. Jauch wollte wissen, von welcher Euromünze sich laut Europäischer Zentralbank Anfang 2026 die wenigsten Exemplare im Umlauf befanden: 2 Euro, 50 Cent, 20 Cent oder 5 Cent?

Wollnik zeigte sich dankbar für die Frage, denn sie mache ihm die Entscheidung einfach. "Ich müsste raten. Und das traue ich mich nicht", verkündete er. Doch als Jauch ihn aufforderte, seinen Gedanken doch mal freien Lauf zu lassen, spielte der Berliner mit und war sogleich auf der richtigen Fährte. Er vermutete, dass von den kleinen und von den großen Münzen am meisten Exemplare kursieren – ergo, weniger 50-Cent-Münzen. Mit dieser Antwort hätte Wollnik die Million gewonnen.

Doch dann entschied er sich – nicht ernsthaft einloggend – für 5 Cent. Jauch war verwirrt, passte die Antwort doch nicht zur vorherigen Argumentation. Da stellte sich heraus, dass Wollnik die Frage falsch verstanden hatte. Wieder auf der richtigen Schiene, votierte er schließlich trotzdem nicht für die korrekten 50 Cent, sondern für die 20-Cent-Münze.

"Aber ich würde mich nicht trauen, das einzuloggen", bekräftigte Wollnik. "Herr Jauch, das ist meine finale Antwort." Der Moderator gratulierte: "Sie gehen mit läppischen 500.000 Euro nach Hause!" Unter dem tosenden Applaus des Studiopublikums atmete der so entspannt wirkende Wollnik doch einmal tief durch. Mit dem Gewinn will er wie angekündigt seine Berliner Eigentumswohnung abbezahlen und plant eine Reise zum Vitra Design Museum in Basel.

WWM "noch" mit Jauch

Auf die 20 Cent hätte auch die nächste Kandidatin, Astrid Ostrau aus Celle, gesetzt. Die Verkäuferin juchzte vor Freude, als sie sich als Erste in der Auswahlrunde durchsetzte. Drei Jahre hatte sie auf den Anruf von RTL warten müssen. Ja, wegen der großen Nachfrage komme es zu längeren Bearbeitungszeiten, räumte Jauch ein. Trotzdem habe Ostrau Glück gehabt: "Sie gibt es ja wenigstens noch. Manchmal gehen die Anrufe etwas ins Leere." Die Kandidatin konterte: Wenigstens sei auch Jauch noch bei "Wer wird Millionär?". Der Moderator schmunzelte: "Noch."

Ostrau hatte mit der Sicherheitsvariante eine gute Wahl getroffen. Denn sie ermöglichte es der Niedersächsin, ihren Gewinn auf einen Schlag zu verdoppeln. Nach der Sicherheitsstufe waren alle drei Joker weg. Doch die Verkäuferin konnte ja ohne Risiko raten und lag rein mit ihrem Bauchgefühl richtig. "Wen begrüßte ein gewisser James Gunn Ende 2025 mit den Worten Welcome to the DCU, Lars?", fragte Jauch. Zur Auswahl standen: Lars Klingbeil, Lars Eidinger, Lars Ricken und Lars Ulrich. Ostrau entschied sich spontan für Schauspieler Lars Eidinger ("Der lacht mich so an"), den neuen Superman-Schurken.

Doppelt so viel holte anschließend Tobias Fuchs aus Erkrath. Der Mathelehrer brauchte seinen ersten Joker bei der Frage für 4000 Euro, weil er nicht wusste, dass Matthias Schweighöfer im Januar Kollegin Ruby O. Fee geheiratet hat. Auch die übrigen Joker brachten Fuchs verlässlich weiter bis zur Endsumme von 64.000 Euro.

Vor der letzten Auswahlrunde in dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?" wanderte Jauch unvermittelt ins Publikum. Zwei Herren dort seien ihm so seltsam vertraut vorgekommen, gab er vor. Und tatsächlich: Die beiden Brüder haben bei ihm bereits 64.000 beziehungsweise 32.000 Euro geholt. Ihr ältere Bruder fühle sich da etwas außen vor, schilderten sie. Zufälligerweise hatten sie ihren Bruder auch gleich mitgebracht.

Der bekam von Jauch eröffnet, dass er am Pfingstsonntag im großen Zocker-Special als Auswahlkandidat antreten wird. Vom Motto der Sendung fühlte sich der leicht geschockte Zuschauer nicht unbedingt angesprochen. "Ausgerechnet ich", meinte er. Sicherheitsonkel?, vermutete Jauch. "Sehr. Ich bin Beamter", bestätigte der Kandidat in spe, hat ja aber einige Wochen Zeit, sich mental einzustellen. "Das schreit nach mindestens 125.000 Euro", prognostizierte Jauch angesichts der vorherigen Gewinnsummen der Geschwister.

Mit mageren 4000 Euro verabschiedete sich am Ende der Sendung Sylvia Schneider von Jauch. Dafür sorgte die Journalistin und Romance-Autorin für ein unerwartetes Highlight. Sie hatte nicht nur Eckhard Freise, "Wer wird Millionär?"-Gewinner der ersten Stunde, als Telefonjoker rekrutiert. Auch Bill Kaulitz stand auf ihrer Liste, was Jauch zunächst gar nicht aufgefallen war. "Wie sind Sie denn an den gekommen?", fragte der Moderator ein wenig misstrauisch.

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(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Bill Kaulitz glänzt bei Jauch

Schneider verriet: Sie habe Kaulitz einfach gefragt und er habe schon immer mal Telefonjoker bei "Wer wird Millionär?" werden wollen. Zunächst schien es jedoch, als müsse Kaulitz weiter auf sein Debüt warten. Freise erwies sich bei der 4000-Euro-Frage als nicht hilfreich und auch Jauch hatte keine Ahnung, was die Fragenredaktion da ausgeheckt hatte. "Irgendwas stimmt nicht. Oder wir haben beide ein Brett vor dem Kopf", meinte er zu Schneider.

Die gemeine Frage lautete: "Welcher Geburtstag wurde am 28. Januar 2026 völlig losgelöst von der Euro-Einführung gefeiert?" Mögliche Antworten: 50 Jahre Franc, 60 Jahre Peseta, 70 Jahre Schilling, 100 Jahre Drachme. Schneider hatte den Zusatz "völlig losgelöst von der Euro-Einführung" weggelassen, als sie Freise die Frage vorgelesen hatte. Auf genau die kam es jedoch an, wie Jauch schließlich bemerkte.

"Die ist hundsgemein. Super Frage", zollte Jauch der Fragenredaktion Respekt. Mit seiner Hilfe kam schließlich auch Schneider darauf: Hier wurde nicht nach Währungen gefragt, sondern nach dem Geburtstag des "Major Tom"-Sängers Peter Schilling. Bei der anschließenden Frage, welche Zahl in der Fibonaccifolge als einzige zweimal vorkommt (Antwort: 1) stieg die Kandidatin aus, hatte aber noch eine Bitte.

Kaulitz habe sich so auf seinen Einsatz gefreut und sei für die Sendung extra früh in Los Angeles aufgestanden – könne Jauch ihn nicht trotzdem anrufen. "Na gut", ergab sich der Moderator sichtlich nicht besonders begeistert. Er habe den Musiker das letzte Mal während dessen "Durch den Monsun"-Zeit bei "Stern TV" gesprochen, verriet Jauch noch, da war auch schon ein sehr wacher und aufgeregter Kaulitz am Telefon. Er sorgte sich, ob er die Antwort überhaupt wissen könne. "Ich bin ja nur bis zur 8. Klasse in die Schule gegangen!", gab Kaulitz zu bedenken, aber genoss seinen Auftritt umso mehr: "Günther, dass du mich mal anrufst, finde ich aber auch schön, herrlich!"

Schneider las die "völlig losgelöst"-Frage noch einmal vor. Jauch amüsierte sich, doch plötzlich rief Kaulitz: "Ich sage Schilling!" Zwar war die Uhr nicht mitgelaufen und die Kandidatin hatte die Frage etwas mit Betonung vorgelesen – doch Jauch war beeindruckt. "Es war absolut richtig", konnte er Kaulitz beruhigen. Die Schlusströte setzte dem Gespräch dann ein abruptes Ende.

"Wer wird Millionär?" macht nun erst einmal Pause. Stattdessen läuft an den nächsten drei Montagen das neue Quizformat "Die Weisheit der Vielen – Die Show des skurrilen Wissens" mit Ralf Schmitz. Jauch kehrt dann wie angekündigt am Pfingstsonntag mit einem großen Zocker-Spezial zurück

Quelle: ntv.de

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