Unterhaltung

Rapper gibt Betroffenen Tipps Kanye West spricht über Suizid-Gedanken

AP_17018733117640.jpg

Kanye West: "Ich hatte diese Art von Gedanken."

(Foto: AP)

Trotz seines großen Erfolges, Ruhm und Reichtum: Kanye West hatte mit mentalen Problemen zu kämpfen. Wie schlimm stand es wirklich um ihn? Nachdem er eine Dokumentation über Alexander McQueen gesehen hat, macht der Rapper nun ein schockierendes Geständnis.

Dass Kanye West in der Vergangenheit mit mentalen Problemen zu kämpfen hatte, ist kein Geheimnis. Doch wie schlimm stand es wirklich um ihn? Wie der Rapper und Ehemann von Kim Kardashian nun auf Twitter angedeutet hat, hatte er bereits Selbstmordgedanken.

Am Freitagabend erschien ein Tweet auf seinem Account, in dem der 41-jährige Künstler erklärt: "Ich habe mir die Dokumentation über Alexander McQueen angesehen und ich kann seine Reise nachvollziehen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, sein Leben wieder in die Hand nehmen zu wollen, auch wenn das bedeutet, sich das eigene Leben zu nehmen."

Identifikation mit Modedesigner McQueen

Der britische Modedesigner Alexander McQueen hatte im Jahr 2010 im Alter von nur 40 Jahren Selbstmord begangen. Nun beleuchtet ein neuer Film namens "McQueen" von Ian Bonhôte und Peter Ettedgui das Leben des ehemaligen Givenchy-Chefdesigners.

In einem weiteren Tweet erklärte Kanye West, dass er sich durch die Dokumentation mit McQueen identifizieren könne: "Um dies klar und nicht seltsam zu machen, ich hatte diese Art von Gedanken und ich werde euch Dinge verraten, die ich getan habe, um zufrieden zu bleiben." Sein wichtigster Tipp an alle Betroffenen ist es, sich mit den richtigen Leuten zu umgeben beziehungsweise die zu meiden, die einen dazu bringen, sich umbringen zu wollen.

"Psychisches Leiden"

Im Juni 2018 hatte West dem Radio-Moderator Big Boy in einem Video erklärt, im Alter von 39 Jahren sei bei ihm ein "psychisches Leiden" diagnostiziert worden. Er sei "gesegnet und privilegiert", dass er Musik machen könne, die ihm das Gefühl gebe, alles sei in Ordnung. Viele Menschen, die an psychischen Problemen litten, hätten diese Möglichkeit nicht.

Auf dem Cover seines neuen Albums "ye" prangt der Schriftzug "Ich hasse es, bipolar zu sein, es ist fantastisch". Auch in den Texten gibt es darauf Anspielungen. Ob bei ihm tatsächlich eine bipolare Störung festgestellt wurde, bestätigte West in dem Interview nicht ausdrücklich. Eine bipolare Störung kann zu extremen Stimmungsschwankungen führen, zwischen Depression und Manie.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: ntv.de, abe/spot