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"Mich kann niemand bezahlen" Kanye West will keine "Marionette" sein

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Kanye West darf in gerade mal elf US-Bundesstaaten zur Präsidentschaftswahl antreten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Viele halten Kanye Wests Kandidatur für das US-Präsidentschaftsamt für ein abgekartetes Spiel. Er wolle damit nur seinem politischen Idol Donald Trump helfen und dessen Herausforderer Joe Biden schaden, mutmaßen sie. In einem Podcast beteuert der Rapper nun jedoch, nicht bestechlich zu sein.

Kanye Wests Ankündigung, für die nahende Präsidentschaftswahl antreten zu wollen, hat in den USA verschiedene Reaktionen ausgelöst. Die meisten Menschen nehmen seine Kandidatur nicht ernst - schließlich hat der Rapper schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass er weder Ahnung von Politik noch die nötige Motivation hat, um sich in den einzelnen Bundesstaaten rechtzeitig aufstellen zu lassen. In gerade einmal elf von 50 Bundesstaaten darf West zur Wahl antreten.

Viele Kritiker blicken jedoch auch mit Sorge auf die Kandidatur des 43-Jährigen. Denn der leidet nicht nur unter einer bipolaren Störung und setzt seine Medikamente immer mal wieder ohne ärztlichen Rat ab. Es wird auch vermutet, dass er in den wenigen US-Bundesstaaten, in denen er tatsächlich antreten darf, dem demokratischen Kandidaten Joe Biden entscheidende Stimmen von Afroamerikanern wegnehmen könnte.

Diese Sorge wird dadurch bestärkt, dass West ein bekennender Fan des amtierenden Präsidenten Donald Trump ist. Zwar kandidiert er nicht wie Trump für die Republikanische Partei, sondern hat kürzlich die "Birthday Party" ins Leben gerufen. Aber seine Chancen auf einen Wahlsieg sind so lächerlich gering, dass Kritiker befürchten, bei seiner Kampagne handele es sich lediglich um einen Fake, um Biden zu schikanieren. Teilweise wird sogar vermutet, er werde von Trump dafür bezahlt.

Auf die Behauptung, er sei eine Marionette Trumps, wurde West nun im Podcast "Cannon's Class" angesprochen. "Bro, mich kann niemand bezahlen", stellt der Rapper darin klar. Seinem politischen Idol verpasst er zugleich eine kleine Breitseite: "Ich habe mehr Geld als Trump!", sagt er und bringt damit den Moderator und Ex-Mann von Mariah Carey, Nick Cannon, zum Lachen.

"Möchte nicht, dass Schwarze Kanye wählen"

Der Podcast wird erst am Mittwoch ausgestrahlt, es wurden jedoch bereits einige Ausschnitte bei Youtube und Instagram veröffentlicht. In einem weiteren Clip ist zu sehen, wie Kanye West betont, es mit seiner Kandidatur wirklich ernst zu meinen.

Einige Prominente, darunter auch viele Schwarze, haben sich allerdings bereits entschieden gegen eine Kandidatur des Rappers ausgesprochen. So fasste 50 Cent den Wahlkampf seines Berufskollegen als einen Versuch zusammen, "die Wahlen zu manipulieren". Es gehe dabei nur darum, "Lärm" zu verursachen.

Autor Steve Stoute sagte in der vergangenen Woche: "Ich möchte nicht, dass jemand Schwarzes herumläuft und für Kanye West stimmt. Wenn Sie Donald Trump wählen wollten und stattdessen für Kanye West stimmen - großartig. Das wird der Biden-Kampagne helfen. Aber ich möchte nicht, dass Schwarze, die darüber nachdenken, Biden zu wählen, für Kanye West stimmen."

Selbst Kanye Wests Ehefrau, Kim Kardashian, soll nicht viel von den Präsidentschaftsplänen ihres Mannes halten. Medienberichten zufolge soll er sie sowohl mit seiner Kandidatur als auch mit seinem bislang einzigen Wahlkampfauftritt in South Carolina vor wenigen Wochen überrascht haben. Der Auftritt des psychisch labilen 43-Jährigen ging gehörig nach hinten los. Nachdem er seinem Publikum erzählt hatte, dass er seine älteste Tochter abtreiben lassen wollte, fing er an, hysterisch zu weinen. Später setzte er eine Reihe verstörender Tweets ab, in denen er verriet, sich schon seit Jahren von Kardashian scheiden lassen zu wollen.

Quelle: ntv.de, lri

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