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Die Oscar-Nacht wäre mit Kevin Hart sicher ein witziges Event geworden, daraus wird nun aber nichts.
Die Oscar-Nacht wäre mit Kevin Hart sicher ein witziges Event geworden, daraus wird nun aber nichts.(Foto: imago/ZUMA Press)
Freitag, 07. Dezember 2018

Wegen homophober Tweets: Kevin Hart tritt als Oscar-Moderator zurück

So schnell kann es gehen. Gerade erst heißt es, Kevin Hart übernehme die Moderation der Oscars, da ist er den Job auch schon wieder los. Grund dafür sind mehrere homophobe und transphobe Tweets des Schauspielers.

Eben noch verkündet alle Welt, dass Schauspieler Kevin Hart im Februar die Moderation der Oscars in Los Angeles übernimmt, jetzt müssen sich die Verantwortlichen einen anderen für den Job suchen. Hart verzichtet freiwillig.

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Na ja, nicht ganz freiwillig. Grund sind mehrere homophobe und transphobe Tweets des Schauspielers aus den Jahren 2009 und 2010, die jetzt wieder an die Öffentlichkeit gerieten und Hart zum Verhängnis wurden. Damals schrieb er Dinge wie: "Das ist der schwulste Scheiß überhaupt" oder "Warum sieht das Profilfoto von DamienDW aus wie ein schwules Plakat für AIDS?"

"Hör auf damit, das ist schwul"

Auch Folgendes kam nicht gut an: "Wenn mein Sohn nach Hause käme und mit dem Puppenhaus meiner Tochter spielen wollte, ich würde es ihm auf dem Kopf zerschlagen und sagen: 'Hör auf damit, das ist schwul.'" Autsch!

Die Oscar Academy forderte von Hart eine öffentliche Entschuldigung für das, was er damals verzapft hat. Ansonsten würde man sich einen anderen Moderator suchen müssen. Hart lehnte eine Entschuldigung ab, was er ausführlich in zwei Videos bei Instagram erklärt. Er habe dazu schließlich schon mehrfach Stellung bezogen, sagt er. Und er habe sich seit damals weiterentwickelt, wie Menschen es eben tun. Zudem kritisiert Hart die "Internet-Trolle", die diese alten Tweets wieder ausgegraben hätten. Leuten wie ihnen werde eine viel zu große Plattform geboten.

Entschuldigung an die LGBTQ-Community

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Auch bei Twitter äußert sich der 39-Jährige, gibt seinen Rücktritt bekannt: "Ich habe entschieden, von der Moderation der diesjährigen Oscars zurückzutreten. Der Grund dafür ist, dass ich in einer Nacht, in der so viele talentierte Künstler gefeiert werden sollen, keine Ablenkung darstellen möchte." Und dann entschuldigt er sich doch noch: "Ich entschuldige mich aufrichtig bei der LGBTQ-Community für meine unsensiblen Worte aus der Vergangenheit."

In einem weiteren Tweet heißt es: "Es tut mir leid, dass ich Menschen verletzt habe. Ich entwickle mich weiter und möchte dies auch in Zukunft tun. Mein Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und nicht, sie zu entzweien. Ich schicke meine Liebe und Anerkennung an die Academy. Ich hoffe, wir können uns wiedersehen."

Quelle: n-tv.de