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Mit seinen Geschwistern König Charles III. hält Totenwache am Sarg

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. führt der neue König Charles III. in Edinburgh eine Prozession mit dem Sarg seiner Mutter an. Auch seine drei Geschwister sind Teil des Trauerzuges. Im Anschluss halten sie in der St.-Giles-Kathedrale eine Totenwache ab.

König Charles III. hat in Schottland gemeinsam mit seinen Geschwistern Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward eine Totenwache am Sarg seiner verstorbenen Mutter, Queen Elizabeth II., in der St.-Giles-Kathedrale abgehalten. Die vier standen bei der rund zehnminütigen Zeremonie, die als "Vigil of the Princes" ("Totenwache der Prinzen") bekannt ist, jeweils mit gesenktem Kopf an einer der vier Seiten des aufgebahrten Sargs, dem sie den Rücken zuwandten.

Andere Anwesende, die sich bei dem Besuch der Kathedrale von der Queen verabschieden wollten, wurden Zeuge der Totenwache und gingen mit Abstand an dem mit der schottischen Königskrone und weißen Blumen geschmückten Sarg vorbei.

Zuvor hatten Tausende von ihnen die Straße gesäumt, als der Sarg der Queen in einer Prozession vom Vorplatz des Holyrood Palasts in einem Wagen zur St.-Giles-Kathedrale in Edinburgh gebracht wurde. Charles III. und seine Geschwister begleiteten den Wagen und gingen hinter ihm bis zur Kirche. Anschließend gab es einen Gedenkgottesdienst in der Kathedrale.

Weitere Totenwache in London

Die am Abend abgehaltene Mahnwache ist seit dem Tod von König George V. im Jahr 1936 in der britischen Königsfamilie Tradition, wobei Prinzessin Anne laut "Daily Mail" nach der Zeremonie am Montag das erste weibliche Royal-Mitglied ist, das daran teilgenommen hat. Die 72-Jährige wird den Sarg ihrer Mutter am Abend mit der Royal Air Force von Schottland nach England begleiten.

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In London soll die verstorbene Königin für mehrere Tage aufgebahrt werden. Am Mittwoch führt Charles auch dort einen Leichenzug an, der vom Buckingham-Palast zum Parlament führen soll. Der Sarg wird dann auf einem als Katafalk bezeichneten Gerüst in der Westminster Hall ab 17 Uhr Ortszeit aufgebahrt. Zur Totenwache werden Hunderttausende Trauernde erwartet. Ein konservativer Abgeordneter sprach am Montag sogar von bis zu zwei Millionen Menschen.

Bis zum Tag der Beerdigung hat die Bevölkerung die Möglichkeit, der Queen einen letzten Besuch abzustatten und sich zu verabschieden. Das Staatsbegräbnis, zu dem für Deutschland Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anreisen will, ist für Montag, den 19. September, angesetzt. Die Briten erhalten dafür einen Extra-Feiertag. Bis dahin gilt Staatstrauer, offizielle Veranstaltungen und der parlamentarische Betrieb sind ausgesetzt.

Quelle: ntv.de, lpe/spot/dpa

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