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Inszenierung im Musikvideo Kollegah und Farid Bang zertrümmern Echo

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Haben weiter Spaß an der Provokation: Farid Bang (l.) und Kollegah.

imago/xcitepress

Das haben sich die Rapper Kollegah und Farid Bang mal wieder gut ausgedacht: Im Clip zu ihrem neuen Song "In die Unendlichkeit" zerstören sie eine ihrer Echo-Trophäen. Aufmerksamkeit ist ihnen so erneut gewiss.

Knapp vier Monate sind seit der diesjährigen Echo-Zeremonie vergangen. Eine Zeremonie, die es in sich hatte. Schließlich führte der Eklat um die Vergabe einer Trophäe an die Rapper Kollegah und Farid Bang sogar zur Abschaffung des 26 Jahre alten Musikpreises.

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Mittlerweile hat sich die Aufregung um den Skandal wieder ein wenig gelegt. Da wirkt es wie ein durchaus durchdachter Marketing-Coup, dass die beiden Rapper just in diesem Moment noch einmal Öl ins Feuer gießen.

"Scheiß drauf, was die Masse denkt"

So haben Kollegah und Farid Bang am Donnerstag ihr neues Musikvideo zum Song "In die Unendlichkeit" veröffentlicht, an dem auch ihr Rap-Kollege Musiye mitwirkt. In ihm hantiert Farid Bang nicht nur mit einer Knarre herum. Kollegah nimmt in seinem Gesangspart auch direkt Bezug auf den Echo.

"Und heute wollen sie in diesen Zeilen Hass erkennen, doch ich schreibe weiter Lines und lass sie brennen. Scheiß drauf, was die Masse denkt, ich gebe keinen Fick auf die Artikel, als sei es Kanaken-Slang. 'Ihr könnt kommen', meint das Echo-Jury-Team, 'doch haltet den Ball dafür flach wie bei Flat-Earth-Theorien'", heißt es in dem Song.

Kalkulierter Affront

Vor allem jedoch dürfte für Aufsehen sorgen, dass die Musiker in dem Video offenbar eine ihrer beiden Echo-Trophäen - jeder von ihnen hatte im April ein persönliches Exemplar erhalten - zerstören. Inszeniert wird das am Ende des Clips. Man sieht, wie Kollegah und Farid Bang die Auszeichnung auf einem Dach über den Abgrund halten, ehe sie sie fallen lassen. Danach fängt die Kamera ein, wie der Preis am Boden zu Bruch geht.

Bei den Fans des Duos kommt der kalkulierte Affront erwartungsgemäß gut an. Das Video hatte nach einem Tag bereits mehr als eine halbe Million Abrufe.

Quelle: n-tv.de, vpr

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