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Schauspieler kritisiert Putin Kreml will Depardieu Ukraine-Konflikt "erklären"

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Gérard Depardieu wirft Wladimir Putin "verrückte und inakzeptable Exzesse" mit Blick auf die Ukraine vor.

(Foto: picture alliance / abaca)

Noch bis vor kurzem gilt Gérard Depardieu als Freund des russischen Präsidenten. Doch den russischen Einmarsch in der Ukraine verurteilt auch der Schauspieler und geht Putin mit deutlichen Worten an. Nun folgt die Antwort.

Moskau hat auf die heftige Kritik des Schauspielers Gérard Depardieu am russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen des Ukraine-Konflikts reagiert. Der Kreml bot dem "Enfant terrible" des französischen Films an, ihm die Hintergründe "zu erklären". "Ich würde sagen, dass Depardieu höchstwahrscheinlich nicht ganz versteht, was vor sich geht", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Depardieu hatte Putin angesichts des Ukraine-Kriegs am Donnerstag "verrückte und inakzeptable Exzesse" bescheinigt. Zudem hatte der Schauspieler angekündigt, den gesamten Erlös von drei anstehenden Auftritten im Pariser Théâtre des Champs-Elysées "den ukrainischen Opfern zugutekommen" zu lassen.

"Er versteht nicht, was 2014 in der Ukraine passiert ist", sagte Peskow. "Wenn nötig, werden wir bereit sein, ihm das zu erklären, damit er es besser versteht", fügte der Kreml-Sprecher hinzu. Russland hatte seinen Militäreinsatz in der Ukraine unter anderem mit Angriffen Kiews auf die von pro-russischen Separatisten ausgerufenen "Volksrepubliken" Luhansk und Donezk gerechtfertigt. Kiew wies entsprechende russische Behauptungen zurück.

Vor Krieg noch "Freundschafts"-Foto gepostet

Depardieu hatte 2013 aus den Händen Putins seinen russischen Pass erhalten. In der Vergangenheit äußerte sich der 72-Jährige immer wieder positiv über den Kreml-Chef. Russland bezeichnete er als "große Demokratie", den russischen Präsidenten verglich er unter anderem mit dem früheren Papst Johannes Paul II.

Noch Mitte Februar, als Russland nahe der ukrainischen Grenze bereits Zehntausende Soldaten zusammengezogen hatte, hatte der Schauspieler auf Instagram ein Foto von sich mit Putin veröffentlicht und es mit "Freundschaft" betitelt. Anfang März rief Depardieu dann zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit der Ukraine auf. "Russland und die Ukraine waren immer Bruderländer", betonte er.

Quelle: ntv.de, hul/AFP

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