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Sie mochten sich tatsächlich: Dieter Bohlen und Daniel Küblböck.
Sie mochten sich tatsächlich: Dieter Bohlen und Daniel Küblböck.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)
Donnerstag, 13. September 2018

"Ach, du Scheiße": Küblböck, Bohlen und der Hoodie

Für den Pullover, den er bei seinem Statement zum Verschwinden Daniel Küblböcks trägt, erntet Dieter Bohlen viel Kritik. Dabei muss eigentlich jedem klar sein, dass es sich nur um einen unglücklichen Zufall handelt. Jetzt redet der Poptitan nochmal Tacheles.

Manchmal gibt es das einfach im Leben: unglückliche Zufälle, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen wollen. Im Netz werden sie dann gern zu einer Riesensache aufgeblasen. Denn das Netz vergisst nicht. Und was einmal seinen Weg in die Weiten des World Wide Web gefunden hat, lässt sich auch nicht wieder so schnell zurückholen.

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Diese Erfahrung musste nun auch Dieter Bohlen machen. Als er vom Verschwinden Daniel Küblböcks erfährt, entscheidet er sich, spontan ein paar warme Worte bei Instagram über seinen einstigen Schützling bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) zu hinterlassen. Doch was gut gemeint ist, geht voll nach hinten los. Der Grund: der Pullover, den Bohlen während seines Statements trägt. Auf dem Hoodie ist schließlich der Schriftzug "Be One With The Ocean" ("Sei eins mit dem Meer") zu lesen. Angesichts des Fakts, dass Küblböck mutmaßlich von Bord eines Kreuzfahrtschiffs in die Fluten und den Tod gesprungen ist, mutet dies für viele extrem zynisch an.

Keine böse Absicht

Der Pullover stammt vom Label "Camp David", für das Bohlen schon seit vielen Jahren als Markenbotschafter agiert. Der Spruch richtet sich ursprünglich wohl eher an Wassersportler, die in ihrer Leidenschaft voll und ganz aufgehen. Bohlen hat den Pullover in der Vergangenheit schon häufiger getragen. Dass er dies auch während seiner ersten Äußerungen zu Küblböck tat, mag unglücklich sein - böse Absicht war es dagegen nicht.

Das hat der 64-Jährige nun auch noch einmal klipp und klar in einem Instagram-Video bekräftigt. Nachdem er sich - merklich verwirrt angesichts des Shitstorms, der auf einmal über ihn hereingebrochen war - bereits Anfang der Woche entschuldigt hatte, findet er nun abermals erklärende Worte.

"1000 Missverständnisse"

Es habe "1000 Missverständnisse" gegeben, sagt Bohlen mit Blick auf die Aufregung, die in den vergangenen Tagen um ihn tobte. Er und seine Freundin Carina hätten sich an dem Tag, als Küblböcks Verschwinden zum großen Nachrichtenthema wurde, auf dem Weg nach Mallorca befunden. Vorher hätten sie in der S-Bahn noch schnell ein Video für die Fans des Poptitanen gedreht. Am Flughafen angekommen, habe er sich jedoch spontan entschieden, etwas über sein früheres DSDS-Küken zu sagen und zunächst diesen Clip zu veröffentlichen, so Bohlen.

"Da lief schon das Boarding. Ich habe mich in eine Ecke gestellt. Keiner hat natürlich auf meinen Hoodie geguckt, was da steht", erläutert Bohlen die Situation. "Als ich gelandet bin, dachte ich: Ach, du Scheiße. Es tut mir wirklich leid, was passiert ist. Das war einfach ein Missgeschick", klärt er weiter auf.

Wenig später postete er zudem das Video, das er und Carina zuvor in der S-Bahn gedreht hatten. Auch hier trägt Bohlen bereits den kritisierten Hoodie. Mit anderen Worten: Shit happens! Und: Dass er sich trotzdem dafür entschuldigt, ist eines Poptitanen würdig.

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  • Falls Gefahr eines Suizid besteht: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (Tel.: 0800/111-0-111) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333; wochentags von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und mit Kliniken zu finden. Zudem gibt es viele Tipps für Betroffene und Angehörige.

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Quelle: n-tv.de