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Übergriff im Hotelzimmer Letzte Zeugin sagt gegen Weinstein aus

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Steht wegen mehrerer Sexualverbrechen vor Gericht: Harvey Weinstein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Missbrauchsprozess gegen Harvey Weinstein macht die letzte Zeugin der Anklage ihre Aussage zum ehemaligen Hollywoodmogul. Beklemmend schildert Lauren Young einen Übergriff, der sich 2013 in einem Hotelzimmer zugetragen haben soll. Verklagen will die 26-Jährige ihn jedoch nicht.

Mit Lauren Young hat am Mittwoch die sechste und letzte Zeugin der Anklage im Prozess gegen Harvey Weinstein ausgesagt. Die Schauspielerin schilderte vor Gericht einen Übergriff, der sich im Februar 2013 im Bad eines Hotelzimmers in Beverly Hills ereignet haben soll.

Das Treffen mit Weinstein sei zustande gekommen, nachdem Young, die damals in ihren frühen 20ern war, das mexikanische Model Claudia Salinas kennengelernt hatte. Diese sei eine Bekannte von Weinstein und habe das Treffen mit dem gefallenen Filmmogul organisiert. Dabei sollte ein Drehbuch besprochen werden, das auf dem Leben Youngs basieren sollte. "Ich war aufgeregt, zu networken und meine Idee vorzustellen", so Young laut "The Hollywood Reporter".

Das Treffen habe in der Hotelbar begonnen, doch Weinstein soll es auf sein Zimmer verlegt haben, angeblich, damit er sich für eine Award-Show umziehen könne. Sie seien jedoch direkt ins Badezimmer. Weinstein habe sich ausgezogen und die Dusche angestellt. Dann habe er den Ausgang blockiert, sodass Young nicht mehr hinausgehen konnte. In dem Moment sei der mittlerweile 26-Jährigen klar geworden, dass sie gefangen war.

Young will Weinstein nicht verklagen

Der nackte Weinstein habe sie in Richtung des Waschbeckens gedrängt und gesagt: "Wir reden nur." Dann soll er ihr Kleid heruntergezogen, ihr an die Brust gefasst und zu masturbieren begonnen haben. "Ich sagte nein, nein, nein, die ganze Zeit", so Young. Weinstein habe ihr gesagt, dass alle Schauspielerinnen das täten, "um groß rauszukommen" und dass er schließlich sehen müsse, ob sie überhaupt schauspielern könne. Danach habe er das Badezimmer vor ihr verlassen, während sie versteinert im Bad stehengeblieben sei.

Einen Tag später habe Young ein Treffen mit einer Produktionsleiterin Weinsteins gehabt. Sie wollte das Meeting nutzen, um Weinstein mit dem angeblichen Übergriff zu konfrontieren, doch er sei nicht aufgetaucht. Danach habe sie nicht mehr auf Emails der Produktionsleiterin reagiert: "Ich wollte den Job nicht. Ich wollte nichts mehr mit denen zu tun haben."

Young hat bis heute kein Interesse daran, Weinstein zu verklagen. Sie ist eine von den Frauen, die als so genannte "Prior Bad Acts" aussagen. Das bedeutet, dass ihre Aussage nicht mit der Anklage gegen Weinstein in New York in Zusammenhang steht. Die Staatsanwaltschaft hofft jedoch, dass sie zeigt, dass Weinstein ein "Missbrauchsmuster" hatte.

Quelle: ntv.de, lri/spot